Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbteil auszahlen, wie hält man die verhandelten Details fest?

| 09.03.2013 21:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Hallo,

folgender Fall liegt bei uns vor:
Mein Bruder und ich vor einigen Jahren durch ein notarielles Testament meines Vaters jeweils zur Hälfte ein Haus - noch zur Hälfte im Rohbauzustand - mit Grundstück geerbt. Seit dem besteht eine Erbengemeinschaft. Da mein Bruder noch studierte und ich nicht viel verdiente, bin ich in das Haus gezogen und habe, da ich es ja alleine genutzt habe auch alle Kosten getragen, es ausgebaut, isoliert etc. Mein Bruder wohnt seit ein paar Jahren auch in dem Haus, trägt aber keinerlei Kosten (wir haben uns darauf geeinigt, dass er so die Zinsen abwohnt). Er möchte nun ausziehen, hat aber noch keine Arbeitsstelle gefunden.

Die Erbengemeinschaft soll nun aufgelöst werden. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er einen Gegenwert von 100.000 € erhält, 10.000 € sofort (für die wir einen 2. Kredit aufgenommen haben), die restlichen 90.000 € in Raten zu 200 € ab Januar 2020 (Zeitpunkt zu dem der Renovierungskredit abläuft), wenn möglich erhält er Teilzahlungen zwischendrin.

Mein Bruder ist mit dieser Einigung einverstanden. Er möchte seinen Grundbuchanteil nun gerne für die erste Rate von 10.000 € auf meinen Mann überschreiben. Unsere Vereinbarung sieht vor, dass im Falle einer Scheidung oder Todes meines Mannes (z.Zt. Alleinverdiener) er den bisher noch nicht bezahlten Wert in Form eines erneuten Grundbucheintrages erhält, sollte ich ihn nicht weiterhin auszahlen können.

Nun meine Fragen:
1. Wer muss so einen Vertrag aufsetzen, damit mein Bruder seine Raten - sollten wir uns verstreiten - auch bekommt?
2. Was brauchen wir, um den Grundbucheintrag ändern zu lassen?
3. Sollte mein Bruder sein Geld verbraucht haben, kann er dann HartzV beantragen um seinen zukünftigen Wohnort nicht wechseln zu müssen oder wird so ein Vertrag zwischen uns als Vermögen betrachtet?
4. Gibt es die Möglichkeit, dass wir das Haus für 10.000 Euro abkaufen (notariell) und unsere Vereinbarung von einem Anwalt aufsetzen lassen oder wäre das dann ungültig, weil er ja eigentlich schon verkauft hat?
5. Was für Kosten kämen auf uns zu, welche Möglichkeit ist am günstigsten?

Im Vorraus schon vielen Dank für eine Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wer muss so einen Vertrag aufsetzen, damit mein Bruder seine Raten - sollten wir uns verstreiten - auch bekommt?

Diesbezüglich rate ich Ihnen zu einem Notarvertrag. Zwar könnte eine derartige Vereinbarung auch von einem Rechtsanwalt aufgesetzt werden, da es aber wegen der Eigentumsumschreibung ohnehin der notariellen Beurkundung bedarf, spricht alles dafür, bei einem Notar einen Vertrag beurkunden zu lassen, der alle Punkte enthält.


2.

Was brauchen wir, um den Grundbucheintrag ändern zu lassen?

Hier bedarf es eines Übertragungsvertrags, der notariell zu beurkunden ist.


3.

Sollte mein Bruder sein Geld verbraucht haben, kann er dann HartzV beantragen um seinen zukünftigen Wohnort nicht wechseln zu müssen oder wird so ein Vertrag zwischen uns als Vermögen betrachtet?

Der Vertrag ist zunächst nur eine Verpflichtungserklärung und kein verwertbares, also in Geld umsetzbares, Vermögen.


4.

Gibt es die Möglichkeit, dass wir das Haus für 10.000 Euro abkaufen (notariell) und unsere Vereinbarung von einem Anwalt aufsetzen lassen oder wäre das dann ungültig, weil er ja eigentlich schon verkauft hat?

Diese Frage ist nicht recht verständlich.

Sie und Ihr Bruder sind Erben des Hausgrundstücks und damit wegen des Erbfalls je zu 1/2 Miteigentümer. Verkauft der Bruder seinen hälftigen Miteigentumsanteil, gleichgültig an wen, wird der Erwerber aufgrund des Vertrags auch als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden. Ihr Bruder kann dann natürlich nicht "nochmals" verkaufen, da er den Miteigentumsanteil nicht mehr hat.


5.

Am Günstigsten dürfte der notarielle Vertrag sein. Da hier aber eine Vielzahl von Einzelheiten zu regeln sind, die auch gebührenmäßig berücksichtigt werden müssen, müßte man schon sehr detailliert den Inhalt des Vertrags festmachen. Eine Kostenrechnung mit Notar- und Gerichtskosten aufzustellen übersteigt nicht nur den Rahmen dieser Erstberatung, sondern ist wegen der offenen Fragen, die zu regeln sein werden, im Vorfeld kaum möglich. Hier rate ich Ihnen, den aufzusuchenden Notar bezüglich der Kosten zu fragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2013 | 22:22

Sehr geehrter Herr Raab,

vielen herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Ihre Antworten helfen uns wirklich sehr weiter.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.03.2013 | 11:54

Sehr geehrte Fragestellerin,

es freut mich, daß ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.03.2013 | 22:23

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Auch auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank für die schnelle und konkrete Hilfe"
FRAGESTELLER 09.03.2013 5/5,0