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Erbstreit - Können Schulden mit dem Erbe aufgerechnet werden

| 06.02.2011 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


wir sind 5 kinder und unsere eltern sind kurz hinter einander gestoben. ein bruder hat noch 3000€ schulden bei unseren vater.jeder von uns fünf kindern erbt 3000€ bargeld. nun will mein bruder seine schulden in Raten bei uns abzahlen. wir sind der meinung er solle die 3000 euro bargeld gleich benutzen um seine schulden zu bezahlen.aber das will er nicht. er hätte 30 euro mtl.an unseren vater gezahlt und deshalb wird er nur 30 mtl.an seine geschwister zahlen wollen.können wir unseren bruder rechtlich dazu zwingen das geerbte bargeld zur schuldenbegleichung einzusetzen? im testament ist lediglich vermerkt,dass die offene schuld zu 5/4 an seine geschwister zu zahlen ist.

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Ihr Bruder und der verstorbene Vater eine Ratenzahlung vereinbart haben, treten die Erben als Rechtsnachfolger in diese Vereinbarung ein. D.h. der Bruder ist berechtigt, auch gegenüber den Erben die bisher vereinbarten Raten zu bezahlen.

Die Beweislast für die Ratenzahlungsvereinbarung bzw. für eine bisher in dieser Form geübte Praxis liegt dabei bei Ihrem Bruder. Fordern Sie ihn auf, die Vereinbarung nachzuweisen. Kann er dies nicht, ist die Schuld sofort fällig.

Kann der Bruder die Ratenzahlungsvereinbarung tatsächlich nachweisen, ist die weitere Frage, ob die Miterben zur Aufrechnung gem. §§ 387 ff. BGB berechtigt sind. Dann könnten die Erben durch einseitige Erklärung den Erbanspruch des Bruders gegenüber der Forderung gegenrechnen. Hat der Bruder seinen Erbteil noch nicht erhalten, kann damit die Schuld auf "kurzem Weg" getilgt werden.

Hierzu ist die Vereinbarung zwischen dem Bruder und Ihrem Vater ausulegen. Ist darin vereinbart, dass keine Aufrechnung erfolgt, kann der Erbanspruch auch nach dem Tod des Vaters nicht gegengerechnet werden. Enthält die Vereinbarung kein Aufrechnungsverbot (wovon idR. auszugehen ist, wenn Privatleute eine Ratenzahlung vereinbaren), kann mit einer Gegenforderung aufgerechnet werden.

Maßgeblich ist mithin die Ratenzahlungsabrede. Wenn Ihnen diese vorliegt, können Sie mich gerne zu einer konkreten Überprüfung kontaktieren.

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2011 | 17:24

Vielen Dank für die Information. Mittlerweile liegt der Kaufvertrag vor und da steht nur etwas von einer monatlichen Ratenzahlung in Höhe von 300 Euro plus jährliche Zinszahlung
Im Testament steht...sollte unser Sohn Uwe noch Kreditschulden auf seine Wohnung haben, so sind 4/5 an seine Geschwister zu zahlen....

Ist dieser Wille verbindlich? Mein Bruder weigert sich überhaupt mit uns darüber zu reden und hat auch das Originaltestament nicht beim Nachlassgericht abgegeben (ich habe eine Kopie des Testamentes beim Nachlassgericht abgegeben).

MfG

KaFe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.04.2011 | 11:03

In dem Fall können Sie als Erben die monatlich fällige Rate iHv. 300,00 € und die bereits aufgelaufenen Rückstände verlangen. Sie sind an die Vereinbarungen im Kaufvertrag gebunden.

Bewertung des Fragestellers 08.02.2011 | 06:33

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Ich bin immer noch der Meinung, dass es damals die passende Rechtsgrundlage gab, aber diese Detektivarbeit sprengt vielleicht diese Fragestellung. Das Drumrum war sehr hilfreich. Danke ...
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