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Erbschein notwendig bei gesetzlicher Erbfolge - Erbengemeinschaft

03.12.2018 18:50 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Vor kurzem ist mein Vater verstorben ohne ein Testament zu hinterlassen. Laut gesetzlicher Erbfolge erben meine Mutter (83), ich, und Sohn und Tochter meines bereits verstorbenen Bruders.
Das Erbe umfasst Ersparnisse (um die 40.000 Euro) sowie ein großes Haus mit Grundstück.
Meine Mutter geht davon aus, dass nach Ausstellung des Totenscheins die Erben automatisch benachrichtigt werden (von welchem Amt?) und es des deswegen nicht notwendig sei einen Erbschein zu beantragen.
Da ich wegen chronischer Schmerzen schon länger krankgeschrieben bin droht mir nun auch noch die Kündigung seitens Arbeitgeber, d. h. bei mir sind irgendwann die geringen Rücklagen aufgebraucht und ich muss unter Umständen auf mein Erbe zurückgreifen.
Sollte ich einen (gemeinschaftlichen) Erbschein beantragen, und falls ja, muss ich die Kosten alleine tragen?
Wer legt den Wert des Hauses Bj. 1975 fest?
Würde irgendwann im Falle von ALG2 das Haus verkauft werden müssen, falls meine Mutter bis dahin noch dort leben würde?
Muss meine Mutter das Sparguthaben sofort unter den Erben verteilen? Bei der Bank hat sie den Todesfall meines Vaters noch nicht einmal gemeldet.
03.12.2018 | 21:41

Antwort

von


(288)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ein Erbschein wird nur benötigt wenn gegenüber dem Grundbuchamt eine Eintragung erfolgen soll oder die Bank einen entsprechenden Nachweis verlangt. Existiert kein Testament werden Sie vom Nachlassgericht auch nicht über den Tod informiert.

Bedenken Sie, dass nicht das gesamte Vermögen die Erbmasse darstellt sondern nur der Anteil Ihres verstorbenen Vaters. Wenn Ihre Eltern im Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebten, gehört Ihrer Mutter auch ohne den Tod die Hälfte. Da sie von der Erbmasse die Hälfte erbt, würden Ihr also 3/4 des Hauses gehören, Ihnen nur ein 1/8.

Die Kosten des Erbschein Verfahrens trägt alleine der Antragsteller.

Wenn sich eine Bewertung des Hauses nicht vermeiden lässt weil Uneinigkeit besteht müssten Sie dieses schätzen lassen. Am zuverlässigsten kann dies ein Gutachter machen. Entsprechende Gutachter sind allerdings nicht billig.

Selbst wenn Sie bedürftig werden würden kann das Amt nicht das Haus veräußern in dem Ihre Mutter wohnt. Sie könnten allerdings gezwungen werden Ihren Anteil zu verkaufen. Dies allerdings nur wenn dies wirtschaftlich sinnvoll möglich wäre (was bei einem Anteil von 1/8 nicht der Fall sein wird).

Sie müssen Ihre Mutter zur Auszahlung auffordern (können alternativ auch auf Ihren Erbteil verzichten). Ihre Mutter wäre dann als Erbschaftsbesitzer zur Auszaung verpflichtet. Wenn es sich bei dem Konto Ihrer Eltern um ein Gemeinschaftskonto handelte, ist eine zeitnahe Meldung nicht unbedingt erforderlich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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