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Erbschein für die Bank?


30.07.2006 23:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Ich und meine Frau sind Eigentümer des von uns bewohnten Hauses (im Grundbuch eingetragen). Die Finanzierung des Hauseus läuft aber über 4 Darlehensnehmer seit 1999, mich, meiner Frau, meines Vaters und meiner Mutter(meine Eltern sind nicht im Grundbuch eingetragen! Sie bewohnen das Haus auch.)Der Kaufvertrag wurde nur von mir und meiner Frau unterschrieben. Vor kurzem ist mein Vater verstorben! Es gibt kein Testament.Die Bank hat den Kaufvertrag bereits erhalten sowie den Auszug aus dem Grundbuch. Trotzdem verlangt sie aber einen Erbschein von uns. Müssen wir diesen beantragen? Und wenn ja, warum und wozu? Könnte es sein, dass ich meinen Bruder trotz negativer Erbschaft auszahlen müsste?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihres Sachverhaltsberichts wie folgt beantworten möchte:

Nach deutschem Erbrecht geht der Nachlass auf den Erben über, ohne dass ein Gericht insoweit mitwirkt. Somit ist der Erbe berechtigt über den Nachlass zu verfügen. Allerdings ist es oftmals nötig, dass Sie Ihre Erbenstellung auch beweisen.

Einen Erbschein benötigen Sie aber, wenn a) kein Testament vorhanden ist, b) ein Grundstück zum Nachlass gehört und nur ein privatschriftliches Testament vorhanden ist und c) wenn der Inhalt des Testaments nicht eindeutig ist.

Die Intention der Bank hier liegt hierin, dass sie feststellen will, wer anstatt Ihres Vaters nunmehr Darlehensschuldner ist. Der oder die Erben sind nicht lediglich hinsichtlich des Vermögens begünstigt, sondern auch hinsichtlich der Verbindlichkeiten beschwert.

Ohne Testament sind Sie und Ihr Bruder sowie die Mutter Erben und treten somit auch in die Verbindlichkeiten des Vaters als Kreditnehmer ein.

Ob Ihr Bruder einen Auszahlungsanspruch hat, vermag sich hinsichtlich der Sachverhaltsangaben nicht beurteilen. Ein solcher ergibt sich in der Regel bei Errichtung eines Testamentes über den Pflichteilsanspruch/Pflichtteilergänzungsanspruch.

Einen Auszahlungsanspruch bei "negativer Erbschaft" gibt es nicht.

Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ansonsten hoffe ich, Ihnen etwas weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

J. Dehe
Rechtsanwältin
idk
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