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Erbschein beantragen / Übertragung eines Erbanteils

| 28.10.2016 15:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Meine Mutter, der ein unbebautes Grundstück gehörte, ist 2008 verstorben, mein Vater bereits Jahre zuvor. Weiteres Vermögen oder Schulden gab es nicht, der Haushalt wurde seinerzeit aufgelöst. Ein Testament hat es von keinem der Elternteile gegeben.
Ein Erbschein bzw. ein gemeinschaftlicher Erbschein wurde bisher nicht beantragt.
Großeltern oder Urgroßeltern gibt es nicht mehr, lediglich 6 volljährige Kinder, die alle noch leben.
Ich bin eines der Kinder.
Weil ich meine Mutter vor Ihrem Tode lange gepflegt habe, möchten mir 2 meiner Geschwister aus Dankbarkeit Ihren Anteil an diesem Grundstück zu Gute kommen lassen.
Meine Frage:
Wie kann die Umsetzung dieses Gedankens wirksam erfolgen?
Ist eine Vereinbarung dieser beiden Geschwister und mir oder eine Erklärung meiner beiden Geschwister denkbar, BEVOR es zu einer Beantragung eines Erbscheines kommt?
Vielen Dank für Ihre Antwort

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage wie folgt:

Im Grundsatz ist es so, dass Ihre Stellung als Erbe und diejenige Ihrer Geschwister mit dem Tod der Mutter von Gesetzes Wegen eingetreten ist, § 1922 BGB.
Der Erbschein dient also lediglich als Legitimation nach außen und nicht dazu, Ihr Recht als Erbe überhaupt erst zu begründen.

Es ist also denkbar und wäre auch rechtlich möglich, dass Ihre beiden Geschwister Ihnen ihren jeweiligen Erbanteil im Wege einer Schenkung übertragen.
Bitte beachten Sie jedoch, dass das Erbe dennoch zunächst bei allen sechs Geschwistern zu gleichen Teilen anfällt, also auch die beiden schenkenden Geschwister Erben mit allen dazugehörenden Rechten und Pflichten (Stichwort Erbschaftssteuer) werden. Vermeiden ließe sich dies nur durch eine Erbausschlagung, die dann allerdings zur Folge hätte, dass das Erbe auf Sie und die drei weiteren Geschwister zu gleichen Teilen aufgeteilt würde.

Effektiv macht es also keinen Unterschied, ob Ihre Geschwister die Schenkung vor oder nach Beantragung eines gemeinschaftlichen Erbscheins vollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2016 | 17:08

Sehr geehrte Rechtsanwältin,
vielen Dank für die schnelle und gute Antwort.
Erbschaftssteuer fällt nicht an (Freibetrag) und eine Erbausschlagung soll in diesem Fall nicht erfolgen.
Eine Frage bitte ich noch zu beantworten:
Wenn meine besagten beiden Geschwister eine Schenkung ihres Anteils an mich vornehmen wollen, bedarf es dann der Zustimmung der anderen Geschwister.
Vielen Dank, mit freundlichem Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2016 | 21:11

Sehr geehrter Mandant,

nein, sobald das Erbe angefallen ist, können die beiden Geschwister frei darüber verfügen. Eine gemeinsame Entscheidung muss allerdings zum Beispiel dann her, wenn die Immobilie verkauft werden soll.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


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FRAGESTELLER 31.10.2016 4,6/5,0
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