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Erbschein beantragen - Baden-Württemberg


| 31.07.2017 15:40 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Bei einem Erbscheinseintrag eines anderen Miterben kann man entweder diesem Antrag beitreten oder unabhängig davon einfach die eigene Existenz dem Nachlassgericht anzeigen und gegebenenfalls eine Geburtsurkunde vorlegen. Dadurch wird der Erteilung eines falschen Erbscheins idR vorgebeugt.


Meine Mutter ist vor 10 Tagen verstorben und sie war in 2. Ehe verheiratet. Somit sind laut gesetzlicher Erbfolge der Ehemann und ich zu gleichen Teilen erbberechtigt. Es besteht kein weiteres Testament.
Es sind nur Bankguthaben und keine Grundstücke o.ä. vorhanden.

Nach Rücksprache mit dem Ehemann beantragt er nun, ohne mich, einen Erbschein. Da es nun in den letzten Monaten erhebliche Differenzen gegeben hat möchte ich nun wissen wie ich mich verhalten soll?

Er muss mich zwar als Sohn angeben, ich kann mir aber gut vorstellen, daß er mich dabei "vergisst". Unabhängig von strafrechtlichen Konsequenzen. Er ist 82 Jahre und ihm ist alles egal. Hauptsache er kommt jetzt schnell an das Geld.
Ich habe jetzt keine Nerven mich mit ihm nachher in einem Gerichtsprozess herumzustreiten.

Kann ich jetzt parallel einen Erbschein beantragen? Wenn dies jetzt 2 Wochen später geschieht wird eventuell sein Antrag zuerst bearbeitet und ich stehe dann doof da.

Wie soll ich denn in dieser Situation am besten vorgehen?


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Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Sie können, wenn Sie dem Ehemann misstrauen, sich entweder ganz einfach selber beim zuständigen Nachlassgericht melden und sinngemäß sagen „Hallo, es gibt mich und ich bin gesetzlicher Miterbe." Ergänzend können Sie auch eine Geburtsurkunde von sich dem Nachlassgericht vorlegen, das geht auch postalisch. Selber einen Erbscheinsantrag stellen müssen Sie dazu nicht.

Alternativ können Sie auch dem Erbscheinsantrag des Ehemannes beitreten. Dann bekommen Sie selber auch eine Ausfertigung des Erbscheins ausgehändigt. In dem Falle tragen Sie aber die Erbscheinsgebühren mit.

Die Sorge, dass der Antrag des Ehemannes zuerst bearbeitet wird und Sie dann „doof dastehen" ist unbegründet. Nach dem Tode der Mutter wird eine einzige Nachlassakte aufgemacht, es gibt also nicht zwei parallele Erbscheinsverfahren. Wenn wider Erwarten doch aufgrund falscher Angaben ein falscher Erbschein an den Ehemann erteilt würde, dann wird dieser Erbschein bei Bekanntwerden der richtigen Tatsachen selbstverständlich sofort eingezogen. In dem Falle hätte der Ehemann auch strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2017 | 16:19

Danke für Ihre schnelle und kompetente Antwort.

Also raten Sie mir, daß ich mich dort melde und bekanntgebe das ich als Sohn auch noch da bin und bitte berücksichtigt werden soll?

Nach Prüfung wird ja dann ein Erbschein ausgestellt und ich werde (mit hoher Wahrscheinlichkeit) Miterbe sein (50 Prozent). Muss ich dann nicht auch eine Gebühr entrichten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2017 | 16:23

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:


Also raten Sie mir, daß ich mich dort melde und bekanntgebe das ich als Sohn auch noch da bin und bitte berücksichtigt werden soll?

Genau das.


Nach Prüfung wird ja dann ein Erbschein ausgestellt und ich werde (mit hoher Wahrscheinlichkeit) Miterbe sein (50 Prozent). Muss ich dann nicht auch eine Gebühr entrichten?

Eine Gebühr müssen Sie nur dann entrichten, wenn Sie den Erbschein (mit-) beantragt haben. Abgesehen davon könnte der Ehemann wahrscheinlich auch die Hälfte der Gebühren von Ihnen erstattet verlangen, wenn nämlich der Erbschein für die Nachlassregelung bei den Banken sinnvoll und notwendig war. Wenn Sie Miterbe sind und etwas bekommen, dann müssen Sie eben gegebenenfalls auch die nötigen Kosten mittragen.


Mit freundlichen Grüßen,

Lars Winkler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.07.2017 | 16:34


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FRAGESTELLER 31.07.2017 5/5.0
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