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Erbschein, wie lange können die neuen Erben Ansprüche geltend machen?

| 12.09.2008 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Seit Anfang der 90er Jahre bin ich Mitglied einer Erbengemeinschaft. Im laufe der Jahre wurden Vermögensteile veräußert und an die Erben ausgezahlt. Die Gemeinschaft hält heute noch weiter Vermögenswert die auch im Grundbuch als Erbengemeinschaft eingetragen sind.

Im vergangenen Jahr tauchte plötzlich ein Testament auf, das nunmehr nur 3 Personen aus der Erbengemeinschaft begünstigt, Ich bin außen vor. Im Januar dieses Jahres wurde der Erbschein vom zuständigen Amtsgericht eingezogen und als nichtig erklärt. Meine Nachfrage beim Amtsgericht ergab die Akte sei für das Gericht damit erledigt und bereits im Archiv. Weiter Angaben zur evt. Änderung des Grundbuches (Auflösung der Gemeinschaft ect.) konnte mir die Dame nicht geben. Seitens des Grundbuchamtes od. einer anderen Behörde habe ich bisher keine Nachrichten diesbezüglich erhalten.

Nun meine Fragen.
Wie lange können die neuen Erben ihre Ansprüche gegen mich geltend machen. z.B. Rückforderung der Gelder die ich in den Jahren zuvor erhalten habe.

Von der Erbengemeinschaft habe ich seinerzeit ein Grundstück (Wiese) erworben. Im laufe der Zeit wurde aus der Wiese Bauland. Alle Erschließungskosten wurden von mir gezahlt.
Kann ich diesen Bauplatz guten Gewissens als mein Eigentum betrachten und gegebenenfalls bebauen od. verkaufen? Oder ist hier eine Frist abzuwarten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Der Anspruch des oder der wahren Erben verjährt erst 30 Jahre nach Anfall der Erbschaft. Solange können die Erben das von Ihnen aufgrund Ihrer scheinbaren Erbenstellung erlangte herausverlangen. Hierzu gehören z.B. Gewinnanteile aus dem Verkauf von Erbschaftsgegenständen. Eine Rückforderung ist aber ausgeschlossen, wenn Sie nicht mehr bereichert sind, d.h. wenn der Gegenstand aus der Erbschaft nicht mehr zu Ihrem Vermögen gehört und Sie keinerlei Vermögensvorteil mehr haben.

Ich gehe davon aus, dass Sie das Grundstück von der Erbengemeinschaft gekauft haben. Somit können Sie am Grundstück gutgläubig Eigentum erlangt haben. Es existierte ein Erbschein, der Sie und andere als Erben ausgewiesen hat. Zwar erwächst der Erbschein nicht in materieller Rechtskraft. Jedoch darf das, was im Erbschein steht, als wahr angenommen werden (sog. öffentlicher Glaube des Erbscheins). Damit liegt ein gutgläubiger Erwerb vor, das Grundstück befindet sich in Ihrem Eigentum. Das Eigentum am Grundstück kann nicht mehr herausverlangt werden.
Allerdings kann der Teil, um den Sie das Grundstück aufgrund Ihrer Scheinerbenstellung billiger erlangt haben, unter den oben genannten Voraussetzungen herausverlangt werden.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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