Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbschein, bei gesetzlicher Erbfolge; Aufteilung der Erbmasse

| 12.09.2016 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Nachdem unsere Mutter bereits verstorben war ist jetzt auch unser Vater gestorben und für uns 3 Geschwister tritt der Erbfall ein. Mangels Testament gilt die gesetzliche Erbfolge, also es bekommt jeder 1/3 , worüber unter uns Geschwistern auch grundsätzliches Einvernehmen besteht.
Das Gesamterbe besteht sowohl aus Barvermögen als auch aus mehreren Immobilien, wobei ein Geschwisterteil von uns dreien keine Immobilie und auch keine Immobilienanteile haben möchte, sondern seinen Anteil lieber in Geld ausbezahlt haben möchte.
Insofern habe ich folgende Frage:
Wenn wir jetzt den Erbschein beantragen, und später auch bekommen, ist dann in diesem Erbschein festgelegt, dass jeder von uns dreien zu je 1/3 im Grundbuch einer jeder Immobilie zu stehen hat und desweiteren auf alles andere natürlich auch 1/3 Anspruch hat. Ist man quasi auf Grundlage des Erbscheins nicht mehr frei in der Aufteilung der Erbmasse, dergestalt dass sich derjenige der keine Immobilie haben möchte in Geld auszahlen lassen möchte ? Ist also die Drittelung von allen Besitztümern im Erbschein vorweggenommen, oder habe ich eventuell diesbezüglich bei der Beantragung des Erbscheins Gestaltungsmöglichkeiten ?

Sehr geehrter Fragensteller,

der Erbschein ist "nur" ein sogenannter Rechtsscheinträger für den Rechtsverkehr - quasi ein Ausweis der Erbenstellung gegenüber Dritten. Die Erbengemeinschaft ist auch nach Erteilung des Erbscheins bei einvernehmlicher Einigung frei, die Erbengemeinschaft ganz nach Belieben der Erbengemeinschaft auseinanderzusetzen. Der Erbschein hat hierauf keinen Einfluss.

Solange allerdings die Erben in Grundbuch allesamt eingetragen sind, kann jeder der Miterben nach § 2042 BGB iVm § 753 BGB auch "gewaltsam" die Auseinandersetzung hinsichtlich des Grundstücks per Zwangsvollstreckung betreiben.

Ein Auseinandersetzungsvertrag wäre hier wegen des Grundstücks der notariellen Beurkundung bedürftig. Es empfiehlt sich aber sowieso die alsbaldige Einschaltung eines Notars, um das Grundbuch wie von Ihnen gewünscht zu ändern. Dann kann man durchaus den ersten genannten Schritt überspringen.

Fazit: der Erbschein legt die Erben nicht in der Aufteilung des Nachlasses fest. Trotzdem sollte eine alsbaldige Änderung des Grundbuches betrieben werden, um auch tatsächlich das von Ihnen gewünschte Ergebnis abzusichern.

Falls ich Ihnen bei der Einschätzung der Rechtslage geholfen habe, freue ich mich über eine Bewertung mit 5,0 . Bei Rückfragen nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2016 | 21:57

Vielen Dank für die klare und ausführliche Antwort. Trotzdem noch die Frage was meinten Sie mit "Dann kann man durchaus den ersten genannten Schritt überspringen." Meinten Sie mit dem erst genannten Schritt den Auseinandersetzungsvertrag ? Also dass dieser entbehrlich ist, wenn wir uns ohnehin alle darüber einig sind wer was kriegen soll , und das vom Notar bezüglich der Grundbücher gemeinsam veranlassen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2016 | 22:00

Sehr geehrter Fragensteller,

in der Tat: wenn die Anträge auf Änderung des Grundbuches beim Notar gestellt und auch die Änderung im Grundbuch vollzogen ist, kann man den Rest auch anderweitig in einfacher Schriftform vereinbaren.

MfG
Daniel Saeger
- RA -

Bewertung des Fragestellers 12.09.2016 | 22:17

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnell und präzise.....insgesamt tadellos"
FRAGESTELLER 12.09.2016 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70557 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Beratung und sehr schnell. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle Fragen zufriedenstellend beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Top! Die Antwort mir sehr weitergeholfen! ...
FRAGESTELLER