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Erbschaftsvertrag – Pflichtteil

| 03.02.2015 12:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine vor wenigen Monaten verstorbene Mutter hatte mit mir vor einigen Jahren einen Erbschaftsvertrag aufgesetzt mit einer erbvertraglichen Bindung, die eine Betreuungspflicht vorsah. Aufgrund einiger Krankheiten war die Betreuung der letzten jahre sehr intensiv.
In dem Vertrag steht, dass sie mich als Erbe einsetzt und ich das Haus und das Grundstück erbe.
Meinem Bruder vererbt sie lediglich einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 30% des Wertes des Grundbesitzes.
Mein Bruder ist aber der Meinung, dass er nicht ausreichend bedacht wurde. Er überlegt, ob er sich nicht finanziell besser stehen würde, wenn er auf seinen Pflichtteil besteht.
Er meint, dass dann mehr für ihn herauskommt, da dann das komplette Vermögen, also auch das Barvermögen und der Wert des Inventars dazu käme und mit in die Berechnung einfliessen würde.
Kann mein Bruder das Erbe ausschlagen und sein Pflichtteil einfordern? Wären dass dann 25% des gesamten Vermögens?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass der Erbvertrag formwirksam geschlossen wurde, d.h. insbesondere notariell beurkundet wurde gem. § 2276 BGB.

Zunächst wäre dann anhand des Erbvertrags zu ermitteln, ob Ihr Bruder nach dem Willen der Mutter Erbe wurde oder ob ihm lediglich ein Vermächtnis zusteht.

Wurde Ihr Bruder Erbe und ist der Erbteil geringer als die Hälfte des gesetzlichen Erbteils (= geringer als der Pflichtteil), so kann Ihr Bruder von Ihnen "als Pflichtteil den Wert des an der Hälfte fehlenden Teils verlangen" (= die Differenz zum Pflichtteil) gem. § 2305 S. 1 BGB.

Ist Ihr Bruder mit einem Vermächtnis bedacht, so kann er gleichfalls die Differenz zum Pflichtteil fordern gem. § 2307 I 2 BGB oder das Vermächtnis ausschlagen und den vollen Pflichtteil fordern gem. § 2307 I 1 BGB.

Sofern als gesetzliche Erben lediglich Sie und Ihr Bruder vorhanden sind, dann beträgt der Pflichtteil 1/4 des Nachlasswerts, also die von Ihnen erwähnten 25 %.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.02.2015 | 07:38

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