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Erbschaftsteuererklärung

| 06.06.2018 10:23 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Meine Mutter erbt zu einem 1/4 die Erbmasse von 440.000€ und das andere 1/4 ihre Cousine.
Die restlichen 50 Prozent werden unter den anderen 23 Erben aufgeteilt.

Nach Auskunft der Steuerberaterin soll nun meine Mutter die Erbschaftssteuererklärung für alle 25 Erben abgeben, weil dies angeblich so gesetzlich geregelt wäre, dass einer die gesamte Veranlagung tätigt, obwohl der Erbteil von den allen anderen Erben unter der Freibetragsgrenze liegt und alle 23 keine Aufforderung vom Finanzamt erhielten,die Veranlagung abzugeben.

Ist dies der Fall?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern Ihre Mutter keine Aufforderung des Finanzamts zur Abgabe einer Erbschaftsteuererklärung erhalten hat (§ 31 ErbStG), ist Ihre Mutter nicht verpflichtet, für alle Erben eine Erbschaftsteuererklärung abzugeben.

Sind mehrere Erben vorhanden, so sind diese berechtigt eine gemeinsame Steuererklärung abzugeben (§ 31 Abs. 4 ErbStG). Eine Pflicht ergibt sich hierüber nicht. Erfolgt eine gemeinsame Erbschaftsteuererklärung, so haben alle Erben diese zu unterschreiben.

Wird eine gemeinsame Erklärung nicht vorgenommen, hat jeder Erbe dafür Sorge zu tragen, dass das im zugefallene Erbteil ordnungsgemäß ggü. dem Finanzamt angegenben wird (u. a. § 30 ErbStG).

Erfolgt eine Erklärung, muss diese ein Verzeichnis der zum Nachlass gehörenden Gegenstände und Vermögenswerte enthalten (§ 31 ErbStG). Gleichzeitig sollten aber auch entsprechende Nachlassverbindlichkeiten angeben werden, welche die Steuerlast mindern. Dazu zählen Kosten für die Beerdigung und die Regelung des Nachlasses, etwa die Gebühren für den Erbschein oder die Testamentseröffnung. Ohne Nachweise erkennt das Finanzamt dafür pauschal 10.300 Euro an (§ 10 ErbStG)

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2018 | 13:06

Guten Tag Herr Rechtsanwalt Traub,

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Meine Mutter hatte keine Aufforderung von Finanzamt erhalten, dass sie für sämtliche Erben die Erbschaftssteuererklärung abgeben soll.

Nun hat sich gerade ein neues Problem ergeben, welches vorhin mit der Post kam.

Die Steuerberaterin, hat einfach ohne Einverständnis meiner Mutter die Erbschaftssteuerklärung für alle 25 Erben gemacht, obwohl ihr bekannt war, dass eine der Erben schon ihre Erklärung beim Finanzamt eingereicht hat.

Bei den Unterlagen für das Finanzamt, war gleich eine Rechnung von fast 2000,- Euro dabei.

Können Sie mir einen Rat geben, was ich jetzt tun soll?

Muss ich diese Rechnung in voller Höhe zahlen?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2018 | 13:10

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

wenn keine Aufforderung des Finanzamtes vorlag, verweise ich auf meine Ausführungen.

Weiter bitte ich um Verständnis, dass die über dieses Portal gewährte Nachfrageoption sich nur auf Verständnisfragen bzgl. den Ausführungen des Rechtsanwalts erstreckt.

Über die Nachfragefunktion sind ausdrücklich nicht solche Fragen zugelassen, die sich auf einen neuen Sachverhalt beziehen bzw. die Schilderung eines Solchen notwendig machen.

Gerne dürfen Sie mir diesbezüglich eine Anwalt-Direkt-Anfrage stellen. Sofern Sie sich zu diesem Schritt entscheiden, bitte ich im Sachverhalt zu ergänzen, ob Ihre Mutter mit der besagten Steuerberaterin einen Mandatsvertrag geschlossen hat und falls ja, welche genaue Mandatierung dieser vorsieht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 08.06.2018 | 06:15

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