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Erbschaftsteuer - Weiß das Finanzamt von geschenkten Sparbüchern?


25.03.2007 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine Tochter (30) kannte eine alte Dame, die ihr in 2002 ein Sparbuch über 12.000,- und eines über 8.000,- Euro schenkte. Das erstere wurde auf Namen meiner Tochter übertragen, für das zweite erhielt sie eine Unterschriften/Verfügungsvollmacht. Sicher hätte meine Tochter Schenkungssteuern zahlen müssen. Tochter und alte Dame sind nicht verwandt. Nun ist die Dame verstorben. Die Erben wissen nichts von den Schenkungen. Weiß das Finanzamt von den Sparbüchern?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Hinsichtlich der Schenkung ist festzustellen, dass die über EUR 12.000,00 vollzogen, die über EUR 8.000,00 nach meiner Auffassung noch nicht vollzogen ist.
Diese beiden Geldbeträge sind jeweils auf Sparbüchern dokumentiert, so dass der Anspruch auf Auszahlung gegen die jeweilige Bank dem Sparbuchinhaber zusteht.
Das Sparbuch über den Betrag von EUR 12.000,00 wurde nach Ihrem Vortrag auf Ihre Tochter umgeschrieben, so dass diese unzweideutig Anspruchsinhaberin gegen die Bank und wirtschaftlich Berechtigte sein soll, um von einem Vollzug der Schenkung zulasten des Nachlasses auszugehen.
Hinsichtlich des anderen Sparbuches über EUR 8.000,00 liegt lediglich eine Unterschriften- und Verfügungsvollmacht vor, so dass Ihre Tochter nicht wird wirtschaftlich Berechtigte und somit vollzogen Beschenkte sein wird.
Da diesbezüglich bisher nichts von einer notariellen Schenkungsurkunde vorgetragen wurde, besteht auch kein wirksam durchsetzbarer Anspruch aus Schenkung gegenüber den etwaigen Erben. Somit ist dieses Sparbuch wohl zum Nachlass zu rechnen und hat diesbezüglich auch nicht etwaig Schenkungsteuer ausgelöst.
In diesem Zusammenhang wären Sie mangels wirtschaftlicher Berechtigung lediglich Erbschaftsbesitzerin.
Die Kenntnis oder Unkenntnis der Erben von den Sparbüchern ändert an dem obigen Vortrag nichts und wäre diesbezüglich auch nicht schädlich.
Nach Kenntnis der Schenkungen durch die etwaigen Erben dürfte Ihre Tochter das Sparbuch über EUR 12.000,00 behalten und müsste dieses über EUR 8.00,00 an die etwaigen Erben, die Gesamtrechtsnachfolger der Erblasserin sind, somit in die Stellung derselben eintreten, herausgeben.
Von Amts wegen wird das Finanzamt von den beiden Sparbüchern wohl keine Kenntnis haben, aber die etwaigen Erben könnten hinsichtlich der Schenkung, die konsequenterweise den Nachlass nachhaltig belastet, dem Finanzamt zu Zuträgern von diesbezüglichen Informationen werden.
Dies würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Nichtherausgabe des Sparbuches über EUR 8.000,00 an die etwaigen Erben nachhaltig gefördert.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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