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Erbschaftsteuer - Steuerbefreiung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke

| 11.09.2009 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

zu § 13c Steuerbefreiung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke (http://bundesrecht.juris.de/erbstg_1974/__13c.html) folgende Frage:
Wenn das betreffende Hause bis kurz vor dem Tod vom Erblasser bewohnt wurde, zum Zeitpunkt des Todes (April 09) leerstand, und in Zukunft vermietet werden soll, kann dann von diesem Paragraphen Gebrauch gemacht werden (Abschlag von 10%)?
Kann dadurch auch das Ertagswertverfahren zur Wertbestimmung angewandt werden?
Wäre eine rückwirkende Vermietung möglich?
Der Erbschein wurde schon ausgestellt. Es liegt derzeit noch keine Aufforderung des FA zur Erbschaftssteuererklärung vor.

11.09.2009 | 11:41

Antwort

von


(141)
Muldestr. 19
51371 Leverkusen
Tel: 0214 / 2061697
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer gemachten Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

1.) Befreiungsabschlag

Ja, der Abschlag von 10 % ist zu gewähren.
Maßgebend sind grundsätzlich die Verhältnisse zum Besteuerungszeitpunkt April 2009.
Ist jedoch – wie hier – ein zur Vermietung zu Wohnzwecken bestimmtes Grundstück im Besteuerungszeitpunkt nicht vermietet (hier: Leerstand), kann trotzdem der Befreiungsabschlag in Anspruch genommen werden (vgl. Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zur Umsetzung des Gesetzes zur Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts vom 25.06.2009, BStBl 2009 I S. 698: Abschn. 36 Abs. 3 Satz 4 zu § 13c ErbStG ).

2.) Ertragswertverfahren

Nein, das Ertragswerverfahren kann leider nicht zur Wertbestimmung herangezogen werden; eine rückwirkende Vermietung würde dabei zu keinem anderen Ergebnis führen.

Im Ertragswertverfahren sind nach § 182 Abs. 3 BewG nur Mietwohngrundstücke (Nr. 1) und Geschäftsgrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke zu bewerten, für die sich auf dem örtlichen Grundstücksmarkt eine übliche Miete ermitteln lässt (Nr. 2).

Mietwohngrundstücke sind nach § 181 Abs. 3 BewG Grundstücke, die zu mehr als 80 % Wohnzwecken dienen und nicht Ein- oder Zweifamilienhäuser sind.
Hier handelt es sich jedoch um ein Ein- bzw. Zweifamilienhaus (= Wohngrundstücke mit bis zu zwei Wohnungen), sodass die Anwendung des Ertragswertverfahrens ausgeschlossen ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache vorerst weiterhelfen konnte.

Mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt


Bewertung des Fragestellers 11.09.2009 | 11:48

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(141)

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51371 Leverkusen
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RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Verwaltungsrecht