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Erbschaftsteuer Hauswert

22.01.2017 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Hallo,
ich habe mit meinen Schwestern 2 Häuser von unserem Onkel geerbt, in jeweils unterschiedlichen Bundesländern.
Die Erbschaftssteuererklärung wurde vom Nachlassverwalter fertiggestellt, da kein Testament vorlag hat er zunächst alles übernommen.
Haus 1 wurde vom Finanzamt richtig eingeschätzt, etwa deckend mit dem Gutachten des Hauses, das zweite wurde über €100.000 höher angesetzt als das Gutachten.
Wir müssen nun fristgerecht Einspruch erheben.
Der Nachlassverwalter meinte, entweder wir erheben keinen Einspruch und werden zunächst eine höhere Steuer zahlen, nach Hausverkauf dann aber eine Erstattung erhalten wenn der erzielte Wert dann niedriger ist. Oder wir erheben Einspruch und müssen später, wenn wir das Haus teurer verkaufen, Steuern nachzahlen.
Ist das korrekt?

Sehr geehrte Mandantin,

gerne möchte ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Die Aussage Ihres Nachlassverwalters ist nicht korrekt, um die finanzielle Mehrbelastung einer zu hohen Steuerzahlung von vorne herein vermeiden zu können, empfiehlt es sich daher, das Einspruchsverfahren anzustrengen.

Nach § 38 AO (Abgabenordnung), die auch für das Erbschaftssteuerrecht anwendbar ist, ist für die Ermittlung der Höhe einer Steuerlast der Zeitpunkt anzusetzen, in dem der steuerbare Vorgang stattfindet.
Die Erbschaftssteuer entsteht in dem Moment, in dem der Erbfall eintritt, also als Ihr Onkel verstorben ist.
Dementsprechend ist der Hauswert im Zeitpunkt des Erbfalls die Berechnungsbasis, nicht der erzielte Verkaufspreis, der neben den örtlichen Gegebenheiten ja noch von einigen anderen Faktoren abhängen kann.

Vereinfacht ausgedrückt: Würden Sie das Haus an jemanden verkaufen, der dazu bereit wäre, 30.000 € mehr dafür zu zahlen, als das Haus nach dem Marktwert eigentlich wert ist, würde dies nicht dazu führen, dass die Erbschaftssteuer entsprechend ansteigt.

Ich empfehle Ihnen daher die Einlegung eines Einspruches unter Verweis auf das ja offensichtlich vorliegende Immobilienwertgutachten.
Ich wünsche Ihnen hierfür einen raschen Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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