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Erbschaftsteuer D / CH

| 19.02.2015 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Merkel, LL.M.


Zusammenfassung: Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deustchland und der Schweiz gewährt Deutschland eine zusätzliche Besteuerungsbefugnis, wenn der Erwerber im Zeitpunktes des Erbfalls seinen strändigen Aufenthalt in Deutschland hat.

Ein deutscher, in D wohnhafter Erbe erbt von seiner Großtante, die zuletzt in CH gelebt hat und dort verstorben ist 1. bewegliches Vermögen und 2. ein Haus.

Fragen:
1. Bei einer Erbschaft von der Großtante (Schwester der Mutter) ist Erbschaftklasse 3 anwendbar?

2. Das bewegliche Vermögen hat das schweizer Finanzamt mit Erbschaftsteuer besteuert. Muss das in D
a) angegeben werden?
b) nochmals besteuert werden (ggf. die Differenz zu einer höheren Steuer in D?)
c) oder muss das bewegliche Vermögen nicht in D besteuert werden und zählt nur zum Progressionsvorbehalt?

3. Das Haus wurde bisher nicht in CH besteuert. Wird das alleine in D der Erbschaftsteuer unterworfen? Erfolgt die Bewertung nach der Bewertung in CH oder der Bewertung in D?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,


ich beantworte Ihre Fragen auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen und des ausgelobten Betrages folgendermaßen:

1. Bei einer Erbschaft von der Großtante (Schwester der Mutter) ist Erbschaftklasse 3 anwendbar?
Zunächste einmal ist die Schwester Ihrer Mutter Ihre Tante. Die Schwester Ihrer Großmutter wärt Ihre Großtante.
Beide Fälle fallen unter "alle übrigen Erwerber" die Erbschaftssteuerklasse 3 gem. § 15 ErbStG


2. 2. Das bewegliche Vermögen hat das schweizer Finanzamt mit Erbschaftsteuer besteuert. Muss das in D

a) angegeben werden?
ja.

b) nochmals besteuert werden (ggf. die Differenz zu einer höheren Steuer in D?)

Ja. Gem. § 8 Abs.II DBA (Doppelbesteuerungsabkommen D-CH) besteht eine zusätzliche Besteuerungsbefugnis Deutschlands, wenn der Erwerber im Zeitpunkt des Todes (des Erblassers mit schweizer Wohnsitz)
über einen ständige Wohnstätte in Deutschland verfügt bzw. seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Dabei rechnet DEutschland Ihnen die in der Schweiz gezahlten Steuern an, Art. 8 Abs. II i.V.m. Art. 10 Abs.1 b) DBA.

c) oder muss das bewegliche Vermögen nicht in D besteuert werden und zählt nur zum Progressionsvorbehalt?

In Ihrem Fall nein.


3. Das Haus wurde bisher nicht in CH besteuert. Wird das alleine in D der Erbschaftsteuer unterworfen? Erfolgt die Bewertung nach der Bewertung in CH oder der Bewertung in D?
Aufgrund der bislang nicht erfolgten Besteuerung in CH, gehe ich davon aus, dass das Haus in D liegt. Eine Besteuerung durch die CH wäre dann aufgrund des DBA nicht möglich. Gem. Art. 5 Abs.1 DBA ist unbewegliches Vermögen am Belegenheitsort zu versteuern.
Liegt es in D, so ist es nur in D nach deutschen Steuerrecht zu versteuern und zu bewerten.





Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2015 | 13:27

Erst einmal herzlichen Dank für die klare Aussage.

Entschuldigung, ich habe nicht geschrieben, das vererbte Haus der in CH verstorbenen Großtante ist in CH.

Wer hat dann das Besteuerungsrecht?

Ganz herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2015 | 13:40

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Dann hat zunächst die Schweiz normales Besteuerungsrecht.
Deutschland kann aufgrund des Art.8 Abs.2 DBA die Immobilie im Rahmen der Besteuerungserweiterung des Nachlassvermögens auch besteuern. Näheres siehe vorstehendes Antwort 2 b).

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 19.02.2015 | 13:43

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.02.2015 5/5,0
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