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Erbschaftssteuer bei Testamentsvollstreckung

| 22.10.2020 18:50 |
Preis: 100,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Guten Abend,
ich bin Erbe einer vermieteten Immobilie und mit dem Erblasser nicht verwandt.
Es wurde Testamentsvollstreckung angeordnet. Der Testamentsvollstrecker ist
nun besorgt, dass ich die fällige Erbschaftssteuer nicht zahle mit der Begründung,
dass in diesem Fall er voll haftbar wäre. Auch müsse er die Steuererklärung beim
zuständigen Finanzamt abgeben und nicht ich. Inzwischen bin ich durch das Finanzamt
zur Abgabe der Steuererklärung aufgefordert worden.
Der Testamentsvollstrecker hat sich im Grundbuch in Abteilung II einen Vermerk eintragen
lassen, damit ich die Immobilie ohne seine Zustimmung nicht veräußern kann.

Meine Fragen lauten wie folgt:
1. Ist der Testmentsvollstrecker tatsächlich für die Erbschaftssteuer haftbar und zur Abgabe
der Steuererklärung verpflichtet?
2. Wie sollte in einem solchen Fall die Situation aufgelöst werden, da ich tatsächlich zur Zahlung
der Erbschaftssteuer die Immobilie verkaufen müsste und dieses auch ohnehin anstrebe?

Vielen Dank!
22.10.2020 | 20:24

Antwort

von


(189)
Niedergründauer Straße 32
63505 Langenselbold
Tel: 01702047283
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Sehr geehrter Fragsteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Genau genommen kommt es zwar auf den Umfang der im Testament angeordneten Testamentsvollstreckung an. Jedoch kann man grundsätzlich sagen, dass zunächst nur der Testamentsvollstrecker befugt ist den Nachlass in Besitz zu nehmen und über diesen zu verfügen. Auch ist er es, der zur Abgabe der Erbschaftssteuererklärung verpflichtet ist (§ 31 Absatz 5 ErbStG ). Er ist auch zur Begleichung der Erbschaftssteuer verpflichtet.

Vor diesem Hintergrund gibt es für Sie praktisch zwei Handlungsoptionen. Entweder Sie kümmern sich gemeinsam und in Abstimmung mit dem Testamentsvollstrecker und die Veräußerung der Immobilie oder Sie überlassen ihm das Feld und verlangen lediglich die Auskehrung des (Netto-)verkaufserlöses, also nach Abzug der Erbschaftssteuer.

Dass (auch) Sie zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert wurden, ist zumindest merkwürdig. Sie sollten in Erfahrung bringen, warum dies so ist

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 27.10.2020 | 17:29

Sehr geehrter Herr RA Krämer,

bitte entschuldigen Sie die verspätete Rückmeldung.
Eine Nachfrage hätte ich noch:

Bedeutet die Feststellung, dass der Testamentsvollstrecker zur Begleichung der Erbschaftssteuer
verpflichtet ist auch, dass er für diese mit seinem persönlichem Vermögen haftet?
Der TV in meinem Fall ist da offensichtlich sehr besorgt und ich wüßte nicht wie man da Abhilfe
schaffen kann.

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.10.2020 | 17:58

Sehr geehrter Fragesteller,

der einfachste und kostengünstigste Weg wäre mit ihm hier ein Einvernehmen zu erzielen und die Immobilie gemeinsam zu verkaufen. Er würde mit seinem Privatvermögen haften. Man könnte zu seinen Gunsten eine Grundschuld bestellen, die das Risiko absichert, sodass der Käufer unmittelbar an ihn zahlen würde. Das wäre aber mit Kosten verbunden. Ebenso eine Lösung über ein Treuhandkonto.

Schreiben Sie mir gern eine E-Mail, wenn ich Ihnen weiter behilflich sein kann.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.10.2020 | 17:30

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.10.2020
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