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Erbschaftssteuer bei Nacherbschaft


02.03.2007 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



In einem Berliner Testament setzten sich die Eheleute gegenseitig zu Vorerben ein. Nach dem Tod des Längstlebenden sollte der einzige Sohn Nacherbe werden.

Der Ehemann ist 5½ Jahre nach der Ehefrau verstorben und hinterlässt dem Sohn Barvermögen in Höhe von beispielsweise 300.000 € (nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten).

Wird die Erbschaftssteuer niedriger, wenn berücksichtigt würde, dass der Sohn, beim Tod der Mutter ohne das Berliner Testament nicht nur Nacherbe, sondern anteilmäßig zum Vater normaler Erbe geworden wäre? Zum Zeitpunkt des Todes der Mutter bestand Gütergemeinschaft und das damalige gemeinsame Barvermögen betrug ebenfalls 300.000 €.
Kommt hier der §27 ErbStG zum Tragen und wie wirkt er sich auf die zu zahlende Erbschaftssteuer aus?

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

In erbschaftsteuerlicher Hinsicht ist die Anordnung von Vor- und Nacherbschaft ungünstig, weil eine doppelte Besteuerung vorgenommen wird, denn der Erwerb des Vorerben und der Erwerb des Nacherben stellen gem. § 6 ErbStG zwei selbstständige Besteuerungstatbestände dar.

Da der Nacherbfall jedoch innerhalb von 10 Jahren nach dem Vorerbfall erfolgt, gilt die Steuerermäßigung nach § 27 ErbStG.
Die Höhe der Steuerermäßigung ist abhängig von der Länge des Zeitraums zwischen den beiden Besteuerungstatbeständen. Bei einem Zeitraum von 5 ½ Jahren beträgt die Ermäßigung 25 %.

Wenn der Sohn nicht Nacherbe, sondern gesetzlicher Erbe geworden wäre, müsste er auch nicht die 300.000,00 €, sondern nur seinen gesetzlichen Anteil angeben. Bei einem zu gewährenden Freibetrag von 205.000,00 € würde dann keine Erbschaftsteuer anfallen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2007 | 19:45

Danke für die Auskunft.
Mit welcher Höhe der Erbschaftssteuer muss ich denn jetzt rechnen? Wie wird die Ermäßigung von 25% berücksichtigt?
Wieviel genau muss ich als Sohn (Schlusserbe) jetzt an Erbschaftsteuer zahlen?
Ist folgender Rechengang richtig? 300.000 - 25% = 225.000 €.
225.000 - 205.000 Freibetrag = 20.000 €.
7% von 20.000 = 1.400 €?
Oder wie ist der richtige Rechengang?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.03.2007 | 20:27

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne stelle ich Ihnen den richtigen Rechenweg wie folgt dar:

Barvermögen 300.000,00 €
./. Freibetrag 205.000,00 €
= stpfl. 75.000,00 €
x 11 % 8.250,00 €
x 75 % 6.187,50 € (festzusetzende Steuer)

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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