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Erbschaftssteuer bei Immobilie

21.04.2021 14:41 |
Preis: 68,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Guten Tag!

Wir wohnen seit über 20 Jahren in einem Haus, indem auch der Vermieter lebt. Wir sind nicht miteinander verwandt. Der Vermieter hat keine Kinder, war nie verheiratet etc.. Als Verwandte hat er nur einen Bruder u. den Sohn seines Bruders. Es gibt aber kaum Kontakt zu diesen.
Nun haben wir vom Vermieter erfahren, dass er uns das Haus vererben möchte u. dies auch schon notariell hinterlegt hat.
Wir freuen uns natürlich sehr darüber, aber haben nun natürlich Bedenken hinsichtlich der Erbschaftssteuer. Da diese ja bei 30% liegt...
Darauf angesprochen meinte er, dass das Haus ja damals nicht soviel gekostet habe u. daher die Erbschaftssteuer nicht so hoch wäre. (Haus ist Bj. 1875 ungefähr u. müsste insbesondere hinsichtlich Strom dringend renoviert werden)

Bei Recherchen habe ich nun rausbekommen, dass der Wert inzwischen (lt. BORIS.NRW) bei ungefähr 380000,- bis 460000,- Euro liegt.

Eine Erbschaftssteuer in der Höhe von dann fast 120000,- Euro kann ich aber nicht zahlen. Muss ich die Immobilie dann direkt wieder verkaufen oder per Rate abstottern...? Wir wohnen wie gesagt seit über 20 Jahren im Haus u. würden es ungern verlieren...
21.04.2021 | 15:06

Antwort

von


(1048)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrte Fragensteller,

es ist in der Tat der derzeitige Verkehrswert = Marktpreis der Immobilie bei der Berechnung der Erbschaftssteuer zugrunde zu legen. Nicht der ursprüngliche Preis.

Man kann aber in der Tat nach § 28 ErbStG auch eine Stundung beantragen:

"(1) Gehört zum Erwerb von Todes wegen begünstigtes Vermögen im Sinne des § 13b Absatz 2, ist dem Erwerber die darauf entfallende Erbschaftsteuer auf Antrag bis zu sieben Jahre zu stunden. Der erste Jahresbetrag ist ein Jahr nach der Festsetzung der Steuer fällig und bis dahin zinslos zu stunden. Für die weiteren zu entrichtenden Jahresbeträge sind die §§ 234 und 238 der Abgabenordnung ab dem zweiten Jahr nach der Festsetzung der Steuer anzuwenden. § 222 der Abgabenordnung bleibt unberührt. Die Stundung endet, sobald der Erwerber, ausgehend vom Zeitpunkt der Entstehung der Steuer (§ 9), den Tatbestand nach § 13a Absatz 3 nicht einhält oder einen der Tatbestände nach § 13a Absatz 6 erfüllt. Wurde ein Antrag nach § 13a Absatz 10 oder nach § 28a Absatz 1 gestellt, ist bei der Anwendung des Satzes 5 § 13a Absatz 10 entsprechend anzuwenden. Satz 1 ist nicht auf die Erbschaftsteuer anzuwenden, die der Erwerber zu entrichten hat, weil er den Tatbestand nach § 13a Absatz 3 nicht eingehalten oder einen der Tatbestände nach § 13a Absatz 6 erfüllt hat. Die Stundung endet, sobald der Erwerber den Betrieb oder den Anteil daran überträgt oder aufgibt.
(2) Absatz 1 findet in den Fällen des § 1 Abs. 1 Nr. 4 entsprechende Anwendung.
(3) Gehört zum Erwerb begünstigtes Vermögen im Sinne des § 13d Absatz 3, ist dem Erwerber die darauf entfallende Erbschaftsteuer auf Antrag bis zu zehn Jahren zu stunden, soweit er die Steuer nur durch Veräußerung dieses Vermögens aufbringen kann. Satz 1 gilt entsprechend, wenn zum Erwerb ein Ein- oder Zweifamilienhaus oder Wohneigentum gehört, das der Erwerber nach dem Erwerb zu eigenen Wohnzwecken nutzt, längstens für die Dauer der Selbstnutzung. Nach Aufgabe der Selbstnutzung ist die Stundung unter den Voraussetzungen des Satzes 1 weiter zu gewähren. Die Stundung endet in den Fällen der Sätze 1 bis 3, soweit das erworbene Vermögen Gegenstand einer Schenkung im Sinne des § 7 ist. Die §§ 234 und 238 der Abgabenordnung sind anzuwenden; bei Erwerben von Todes wegen erfolgt diese Stundung zinslos. § 222 der Abgabenordnung bleibt unberührt."

Wenn Sie glaubhaft machen, dass Sie es nicht direkt zahlen können, wird es in der Regel auch genehmigt werden.

Zudem würde ich Ihnen in der Regel so oder so zur Annahme des Erbes raten, wenn es werthaltig ist.
Denn dann lohnt es sich doch so oder so.

Über Ihre Nachfragen freue ich mich wie auch eine Bewertung mit 5,0 und danke hierfür im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Saeger


ANTWORT VON

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