Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbschaftssteuer auf selbst gebautes Haus

28.12.2020 12:39 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwälte,

ich baue auf einem Grundstück, welches zur Hälfte mir (durch Schenkung von meinem Vater an mich) und zur Hälfe meinem Vater gehört. Bau wird durch mich finanziert. Ich werde in dem Haus wohnen. Wenn der Erbfall des anderen Grundstücksteils vor zehn Jahren Eintritt(keine Geschwister), dann wird die Erbschaftssteuer doch auch nur auf das fiktiv unbebaute Grundstück fällig, da ich nachweisen kann, dass der Hausbau komplett durch mich finanziert wurde, oder? Sonst müsste ich ja durch die Wertsteigerung immens hohe Steuern auf was zahlen, was ich selbst finanziert habe.

Vielen Dank.

28.12.2020 | 19:35

Antwort

von


(220)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

das Grundstück gehört Ihnen und Ihrem Vater anteilig, also jeder hat eine Hälfte. Das Haus, welches nun gebaut wird, teilt immer das rechtliche Schicksal des Grundes. Das heisst, das Haus hat keinen eigenen "hälftigen" Wert, der nur Ihnen zugerechnet werden kann. Die Aufwertung, die Sie befürchten, würde anteilig das Erbe Ihres Vaters höherwertig machen.

Aber bedenken Sie, Sie haben als Tochter einen hohen Freibetrag, der bei 400.000 Euro liegt, siehe § 16 ErbStG . Erst wenn die Hälfte Ihres Vaters höher ist, würde hier überhaupt eine Steuer anfallen. Dazu müsste später Haus und Grund mehr als 800.000 Euro wert sein.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA


Rückfrage vom Fragesteller 01.01.2021 | 19:15

Ich habe ihre Antwort nicht ganz verstanden bzw. wir haben uns ggf. missverstanden.

Vorweg: Den Satz: Das heisst, das Haus hat keinen eigenen "hälftigen" Wert, der nur Ihnen zugerechnet werden kann verstehe ich nichts, da das Haus eigentlich zur Hälfte mir gehört und zur Hälfte meinem Vater, da zu Hälfte auch Miteigentümer des Grundstückes, also hat es ja einen "hälftigen" Wert der uns beiden auch so zugerechnet wird.

Und zu meiner Frage:

Also: Schenkung Hälfte Grundstück ist geschehen (Freibetrag ist jetzt nur noch 150.000, also Steuern werden trotz des hohen Freibetrages anfallen.....). Bau des Hauses und Finanzierung durch mich. Erbfall andere Hälfte vor den 10 Jahren. Das Haus hat jetzt mit meinem Haus einen sehr hohen Wert, wenn das Finanzamt nun den üblich Fall ansetzt würden die Steuern sehr hoch ausfallen, bzw. ich müsste auf ein "theoretisches Erbe" (ich Erbe dann ein halbes Haus, welches ich aber selbst finanziere?) , auf mein selbst finanziertes Haus, wodrin ich auch noch selbst wohne Steuern bezahlen? Mir wurde diesbezüglich durch einen Notar die Auskunft gegeben, dass das finanzierte Haus dann abgezogen wird, jemand anderes konnte mir keine Antwort hierzu geben. Jetzt kann ich nicht weiter entscheiden, da ich nicht weis was auf mich theoretisch zukommen kann. Ggf. können sie mir ja nochmal weiterhelfen.

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.01.2021 | 19:39

Sehr geehrte Nachfragende,

vielleicht habe ich mich nur unklar ausgedrückt, um es zu vereinfachen. Ihre Sorge ist mir bekannt. Mit dem hälftigen Wert, den es so nicht gibt meine ich folgendes:

Mit der Aufwertung des Hauses durch den zusätzlichen Bau und Ausbau des Hauses wird Ihr Vater immer in Höhe des hälftigen Miteigentumsanteils genau wie Sie bereichert sein. Das können Sie nicht verhindern. Im deutschen Zivilrecht gilt der Grundsatz, daß Haus und Grundstück eine Einheit bilden und immer dem gehören, welchem der Grund zusteht.

Ihr Vater hat immer die gleiche Hälfte an Wert des Grundstückes und des Hauses wie Sie. Eine Differenzierung zwischen Grund und anteiligen Investitionen am Haus selber gibt es leider nicht.

Mit besten Grüssen und frohes neues Jahr

Fricke
RA

ANTWORT VON

(220)

Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Strafrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Verkehrsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90242 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top! Verständlich und vor allem sehr schnelle und ausführliche Antwort! 1a+****** ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und hilfreiche Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort des Anwaltes war sehr ausführlich und hat mir sehr weitergeholfen ...
FRAGESTELLER