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Erbschaftssteuer auf Ausbildungsversicherung


04.07.2006 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein 1990 verstorbener Vater hat für den Sohn eines Freundes als Begünstigten Ende der 80iger Jahre eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen, die in Kürze fällig wird.

Der Sohn ist Schweizer und lebt auch dort. Zur Auszahlung gelangen nun etwa 10.500 Euro (22.000 DM). Die Freibeträge in der Steuerklasse III betragen aber nur 5.200 Euro.

Wer muss nun die Erbschaftssteuer zahlen; bzw ist überhaupt Erbschaftssteuer zu zahlen. Mein Vater ist ja 15 Jahre verstorben. Falls ja, ist es der Begünstigte im Ausland oder werde ich als Erbe meines Vater womöglich herangezogen?



Mit freundlichen Grüssen

JP

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Das Wichtigste vorab: für die von Ihnen beschriebene Versicherungsleistung wird keine Erbschaftssteuer fällig.

§ 1 des Erbschaftssteuergesetzes lautet:
„Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen
1. der Erwerb von Todes wegen;
2. die Schenkungen unter Lebenden;
3. die Zweckzuwendungen;
4. das Vermögen einer Stiftung, sofern sie wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet ist, und eines Vereins, dessen Zweck wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien auf die Bindung von Vermögen gerichtet ist, in Zeitabständen von je 30 Jahren seit dem in § 9 Abs. 1 Nr. 4 bestimmten Zeitpunkt.
(2) Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten die Vorschriften dieses Gesetzes über die Erwerbe von Todes wegen auch für Schenkungen und Zweckzuwendungen, die Vorschriften über Schenkungen auch für Zweckzuwendungen unter Lebenden.“
Mit Fälligkeit der Leistung aus der Ausbildungsversicherung erhält der Begünstigte eine Leistung von der Versicherung aufgrund des abgeschlossenen Versicherungsvertrages. Dies ist kein „Erwerb von Todes wegen“ aus den Händen des Erblassers, wie ihn das Gesetz für die Erbschaftsteuer fordert (s.o.). Genauso verhält es sich zum Beispiel mit den Zahlungen aus Lebensversicherungen. Diese Zahlungen sind ebenfalls kein Bestandteil des Vermögens des Erblassers und gehören somit auch nicht zum Nachlass, der aufgrund des Todes eines Menschen von dessen Erben erworben wird. Eine Besteuerung scheidet somit aus.
Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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