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Erbschaftssteuer / Schenkungssteuer bei erst spät ausgezahltem Erbteil?

| 11. Juli 2022 13:45 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


15:02

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich wende mich mit folgender Frage an Sie.

Im Jahr 2015 ist mein Großvater väterlicherseits verstorben. Ich habe damals sein Testament erhalten, wonach seine noch lebende Tochter (meine Tante) 50 % des Vermögens und meine Halbschwester und ich (anstelle meines verstorbenen Vaters) jeweils 25 % erben sollten. Da ich damals nach der Scheidung meiner Eltern und des kurz danach eingetroffenen Todes meines Vaters im Jahr 2003 seit vielen Jahren keinen Kontakt zu meiner Familie väterlicherseits hatte, habe ich mich auch nach dem Erhalt des Testaments nicht an die anderen Erben gewandt, um meinen Erbteil einzufordern (dies erschien mir damals einerseits pietätlos, andererseits ging ich davon aus, dass meine Tante sich im Falle einer Erbschaft möglicherweise auch von sich aus an mich wenden würde). Seitdem fand keine Auszahlung / kein Kontakt zu meiner Tante statt. Nun habe ich allerdings jetzt (2022) eine Überweisung meiner Tante in Höhe von 30.000 Euro erhalten, nachdem diese von einer anderen Person aus dem familiären Umkreis, zu der ich seit 2017 wieder Kontakt pflege, meine Kontodaten erfragt hatte.

Meine Frage ist nun: Ist mein Besitz des Testaments ausreichend, um im Zweifelsfall gegenüber dem Finanzamt darlegen zu können, dass es sich bei dem betreffenden Betrag um eine Erbschaft, nicht um eine Schenkung handelt? Ist es notwendig, dass ich zur Klärung initiativ irgendwelche Schritte übernehme?

Schon einmal herzlichen Dank und freundliche Grüße!

11. Juli 2022 | 14:35

Antwort

von


(530)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

aufgrund des hohen Freibetrages zwischen Enkel und Großvater fällt keinerlei Steuer an, um dies nachzuweisen sollte das Testament auch grundsätzlich ausreichen. Sie könnten zusätzlich noch Ihre Tante bitten, eine entsprechende Erklärung abzugeben, im Grunde reicht der Satz"...ich bestätige, dass der am xx.xx.xxxx gezahlte Betrag aufgrund des Testaments von Herrn XY als Erbteil für AB auf deren Konto gezahlt wurde...". Damit haben Sie dann im Zweifel ausreichend Beweise für das Finanzamt.

Sie sollten die Erbschaft eigentlich auch dem Finanzamt anzeigen. Da aber so oder so keine Steuer anfällt und damit auch keine Hinterziehung anfallen kann, kann es auch nicht zu einem Steuerstrafverfahren kommen.

Wirklich notwendig sind diese Schritte aber eigentlich nicht, das Testament ist als Beweismittel ausreichend.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 11. Juli 2022 | 14:40

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre schnelle und verständliche Antwort. Ich hatte damals nach Erhalt des Testaments recherchiert, dass die Anzeigepflicht gegenüber dem Finanzamt entfallen würde, wenn das Testament durch ein Nachlassgericht eröffnet wurde, was in diesem Fall der Fall war. Sind meine Pflichten damit aus Ihrer Sicht erfüllt oder würden Sie dazu raten, das Finanzamt jetzt noch vorsorglich auf die Erbschaft / Auszahlung hinzuweisen? Vielen herzlichen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11. Juli 2022 | 15:02

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nein, Sie haben schon richtig recherchiert. Wenn eine Eröffnung durch das Nachlassgericht stattgefunden hat brauchen Sie das Finanzamt nicht informieren.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 11. Juli 2022 | 14:44

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