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Erbschaftssteuer – Bewertung Haus Italien – altes Recht

21.02.2013 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Wie ist ein zur Erbmasse gehörendes Ferienhaus in Italien nach altem Recht zu bewerten?

Aufgrund einer Nachdeklaration wird erst jetzt eine Erbschaftsteuerermittlung für 2004 vorgenommen. Zur Erbmasse gehört neben einem Haus in Deutschland ein Ferienhaus in Italien.

In der Anlage „Angaben zu Bedarfswerten" wurde ein „geschätzter Wert/Verkehrswert" abgefragt. Hier haben wir für das deutsche Haus einen grob ermittelten Verkehrswert und für das italienische Haus den Katasterwert angegeben.

Da offensichtlich für 2004 nicht der Verkehrswert sondern ein Bedarfswert anzusetzen ist, hat das Finanzamt für das deutsche Haus auf der Basis einer Vergleichsmiete einen Bedarfswert ermittelt, der deutlich unter dem Verkehrswert liegt. Für das Haus in Italien wurde der von uns angegebene Katasterwert angesetzt.

Die Frage ist nun, ob dies so korrekt ist und der Katasterwert als Mindestwert (analog zum in Deutschland verwendeten Mindestwert: Grundstücksgröße x Bodenrichtwert) anzusetzen ist.

Oder ob wir auf der Ermittlung eines Bedarfswertes bestehen können, der vermutlich deutlich niedriger wäre als der Katasterwert, da die Mieteinnahmen für das Haus gering sind. (Das Haus hat zwei Wohnungen, eine wird vermietet und bringt im Jahr nur um 2500 Euro, weil ja im Winter nichts rein kommt.)

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach dem damaligen Recht waren inländische Grundstücke nach § 138 Abs. 5 Bewertungsgesetz a.F. mit dem sogenannten Bedarfswert zu bewerten, wenn dies für die Erbschaftsteuer oder Grunderwerbsteuer relevant und somit erforderlich war. Dies galt jedoch nicht für ausländische Grundstücke. Hier galt nach § 12 Abs. 6 ErbStG a.F. i.V.m. § 31 BewG a.F. die Bewertung mit dem gemeinen Wert. Dies ist in der Regel der Verkehrswert, der üblicherweise durch Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren oder Sachwertverfahren ermittelt werden kann. Dies muss also nicht der von Ihnen angegebene Katasterwert sein. Das zuständige Finanzamt wird aber den von Ihnen angegebenen Wert mangels anderer Anhaltspunkte herangezogen haben.

Sofern Sie die Möglichkeit einer Verkehrswertermittlung für den damaligen Zeitpunkt haben, sollten Sie diesen feststellen lassen. Sofern er geringer ist, sollten Sie gegen den Erbschaftssteuerbescheid Einspruch einlegen und dies mit dem anzusetzenden Verkehrswert begründen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt

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