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Erbschaftsrecht - Erbsituation vom Verrerben von Immobilien

15.03.2013 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo

Durch einen Todesfall im Freundeskreis ist die eigene Erbschaftssituation meiner Frau und mir auf den Tisch gekommen. Meine Fragen sind

Situation:

Selbstständig - Altersvorsorge meiner Frau und mir basiert im Wesentlichen auf über Jahrzehnte aufgebautem Immobilienvermoegen. Lange verheiratet (>35 Jahre) - 3 Erwachsene Kinder, keine Enkel bisher - Meine Frau und ich arbeiten noch (sind beide Mitte Fünfzig) und haben die klassische Aufgaben- und Einkommenssituation - Ehemann verdient gut, Ehefrau verdient in kleinerem Umfang dazu.

Immobilien sind im Wesentlichen:

* gehoert nur == im Grundbuch nur diese Person eingetragen (z.B auch steuerlich nur diese Person relevant)

- Selbst genutzes Einfamilienhaus - gehoert nur Ehemann
- Mehrfamilienhaus (vermietet) - gehoert nur Ehemann
- 2 Mehrfamilienhäuser (vermietet) - gehoeren nur Ehefrau
- 1 weitere Immobilie (vermietet) - gehoeren Ehemann und Frau als GbR

Das die Immos teilweise Ehemann/Ehefrau/Beiden gehört hat an sich keinen tieferen Sinn und Hintergrund. Es hast sich einfach damals beim Kauf teilweise aus ganz banalen Gründen so ergeben (z.B. ein Partner hatte keine Zeit für Notartermin, eine 2 Immos sind elterliches Erbe von uns) und ist im Moment, wo wir beide ja noch leben, auch nicht wichtig.

Keine Regelung für den Todesfall bisher (Kein Testament...etc) - Zugewinngemeinschaft.


Meine Bedenken bzw. der Punkt wo ich Klarheit bekommen will. Wie oben geschrieben - Immobilien sind Altersvorsorge meiner Frau und mir. Wenn nun durch den Tod eines Partners eine Erbschaftsauseinandersetzung folgt, dann erben ja auch meine Kinder und/oder in naher Zukunft Ehepartner meiner Kinder und es müssen sicherlich Teile der Immos aufgeloest werden.

Wieviel von welchen Immobilien erben die Kinder - was käme z.B auf meine Frau zu ? Dann sieht die Altervorsorge fuer den Überlebenden Partner unter Umständen ja völlig anderst aus als ursprünglich mal geplant (wo wir beide ja Zugriff auf das gesamte Vermögen haben).

Meine Frage-1: Was passiert im Erbschaftsfall, wenn einer der Ehepartner stirbt, aus den Unterschiedlichen Immobiliensituationen so wie sie im Moment vorliegt. Also was passiert Erbschaftsrechtlich im Todesfall des Mannes und umgekehrt. Wie werden die Immobilien dann vererbt ("Meinen Immos" und den "Immobilien meiner Frau") ?

Wie kann man das besser regeln ?

zu Lebzeiten z.B. könnten wir beide die Besitzverhältnisse jetzt noch in aler Ruhe einer solchen Situation anpassen (z.B könnten wir das Eigen bewohnte Haus ja nun auf beide eintragen lassen).

Oder regelt man das dann mit einem Testament - kann an das mit einem Testament regeln ?

Ist es in einer Zugewinngemeinschaft rechtlich überhaupt entscheidend, wem die Immobilien gehört. Alle Immobilien wurden ja während unserer Ehe angeschaft und natürlich auch von beiden erarbeitet - egal wer nun im Grundbuch steht. Wird das auch erbrechtlich dann so gesehen und Alles ist Zugewinn und gehoert dann sowieso beiden ?

15.03.2013 | 17:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, erben im Fall des Versterbens eines Ehegatten der überlebende Ehegatte zu 1/2 und die Kinder insgesamt zu 1/2.


2.

Beispiel 1:

Wenn der Ehemann zuerst verstirbt, fällt das EFH in den Nachlaß mit der der Rechtsfolge, daß die Ehefrau und die Kinder je zu 1/2 Eigentümer dieses Hauses werden.

Das gilt in gleicher Weise für das Mehrfamilienhaus.

Bezüglich der Immobilie, die im Eigentum beider Ehegatten steht (ich gehe davon aus, daß die Ehegatten je zu 1/2 Miteigentümer sind), erben die Ehefrau und die Kinder den hälftigen Miteigentumsanteil des Ehemanns jeweils zu 1/2.

Beispiel 2:

Wenn die Ehefrau zuerst verstirbt, erben der Ehemann und die Kinder die beiden Mehrfamilienhäuser je zu 1/2.

Bezüglich der im beidseitigen Eigentum stehenden Immobilie gilt das oben im Beispiel 1 Gesagte mit der Maßgabe, daß der Ehemann und die Kinder den hälftigen Miteigentumsanteil jeweils zu 1/2 erben.


3.

Diese Situation kann problematisch werden, wenn die Kinder im Rahmen der Erbauseinandersetzung ihren Erbteil verlangen.

Um diese Situation zu verhindern, ist ein wechselseitiges Ehegattentestament (oder ein entsprechender Erbvertrag) zweckmäßig. Dann wird der überlebende Ehegatte alleiniger Erbe des vorversterbenden Ehegatten.

Die Kinder könnten in diesem Fall den Pflichtteil verlangen. Allerdings kann man ein wechselbezügliches Ehegattentestament auch so gestalten, daß die Beanspruchung des Pflichtteils Nachteile mit sich bringt. Durch eine solche "Pflichtteilsbremse" kann es wirtschaftlich uninteressant sein, den Pflichtteil zu verlangen.


4.

Wie Sie aus den obigen Beispielsfällen sehen, kommt es für das Erbe darauf an, welcher der Erblasser Eigentümer der Grundstücke ist.

Der Unterschied in erbrechtlicher Hinsicht zwischen Zugewinngewinngemeinschaft und Gütertrennung besteht darin, daß sich der Erbteil des Ehegatten bei der Zugewinngemeinschaft um 1/4 auf 1/2 erhöht; vgl. §§ 1931 Abs. 3 , 1371 Abs. 1 BGB .



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt


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