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Erbschaftsrecht


| 08.01.2018 15:37 |
Preis: 38,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel



Meine Mutter verstarb. Erben sind ihr Ehemann (Zugewinngemeinschaft) und ihr Sohn (ich).
Eine Wohnung gehörte ihr alleine (Grundbuch). Laut Notariatstestament soll sie mir gehören - allerdings unter Vorbehalt des Niessbrauchrechts ihres Ehemannes (Rest-Lebenszeit etwa 15 Jahre).
Alles bewegliche Eigentum soll ihrem Ehemann gehören.
Wieviel erbe ich anteilsmässig?: Dabei ist zu bedenken, dass das Erbe der Wohnung aufgrund des Niessbrauchs bereits ungefähr geteilt ist zwischen Sohn (mir) und Ehemann.

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Sehr geehrter Fragesteller,


zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid zum Tod Ihrer Mutter aussprechen.

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Die Quote richtet sich nach der Summe der jeweiligen Nachlassgegenstände, die jeder von Ihnen erhalten hat. Üblicherweise ergibt sich die Erbquote auch aus den Anordnungen im notariellen Testament. Selbst wenn dort - wie in Ihrem Fall - mehreren Angehörigen verschiedene Nachlassgegenstände zugewiesen werden - sei es als Teilungsanordnung oder in sonstiger Weise - ist üblicherweise eine Erbeinsetzung nach Quoten erfolgt oder ein Alleinerbe ausgewiesen, der mit einem Vermächtnis zugunsten des anderen belastet ist.

Sollte das nicht der Fall sein, bestimmt sich die Quote nach der Höhe der hinterlassenen Gegenstände. Bei Ihnen ist die Wohnung abzüglich der Belastung durch den Nießbrauch, beim Ehemann der Nießbrauch an der Wohnung zuzüglich der beweglichen Sachen, die geerbt hat.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2018 | 16:25

Ihre Antwort hilft mir nicht weiter. Eine Quote wurde nicht festgelegt. Beträgt sie dann 50% (zwei Erben, Ehemann und Sohn)? Konkret also: Wohnung - Niessbrauch ist mein Erbe; Niessbrauch + bewegliche Sachen ist Erbe des Ehemanns.

Wird die Differenz zu 50% geteilt, wenn - wie hier - keine Quote festgelegt wurde?

Zusatzfrage zur selben Problematik: Bedeutet Erbe der beweglichen Sachen das Gesamtvermögen der Eheleute oder 50% des Gesamtvermögens (ohne Wohnung)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.01.2018 | 16:48

Sehr geehrter Fragesteller,


die Quote beträgt nicht wegen der Anzahl der Erben zwangsläufig 50 %, sondern nur dann, wenn beide die Hälfte erben sollen. Hier ist das Testament auszulegen: Wenn Ihre Mutter jedem nur bestimmte Gegenstände zugewiesen hat und damit das Vermögen vollständig verteilt ist, gibt es keinen Ausgleich. Die Quote ergibt sich dann im Ergebnis nach dem Wert der jeweils zugewiesenen Gegenstände.

Zugrunde zu legen ist ausschließlich das Eigentum Ihrer verstorbenen Mutter, nicht das Vermögen beider Eheleute. Wenn Sie mit der mit dem Nießbrauch belasteten Wohnung die Hälfte des Vermögens geerbt haben, beträgt Ihre Erbquote im Ergebnis 50 %. Wenn unter Berücksichtigung der beweglichen Vermögenswerte, die dem Ehemann zugewiesen wurden, die belastete Wohnung eine geringere Quote am Nachlass ausmacht, erben Sie mit einer entsprechen geringeren Quote. Ein Ausgleichsanspruch ergibt sich nicht zwangsläufig daraus, dass Sie im Ergebnis weniger als 50 % erhalten.

Der Ehemann kann nur die beweglichen Sachen erben, die Ihrer Mutter gehörten. Hier sind die Vermögensmassen der Eheleute genau zu trennen. Sein eigenes Eigentum hat mit dem Erbfall nichts zu tun und gehört ihm ohnehin.

Eine genaue Auslegung des Testaments ist ohne Kenntnis des Wortlauts nicht möglich. Wenn Ihre Mutter aber keine Erbquoten bestimmt, sondern nur das Vermögen rein tatsächlich verteilt hat, sehe ich keine Grundlage für einen "Ausgleichsanspruch", solange Sie zumindest in Höhe des Pflichtteils (in Ihrem Fall 25 %, bezogen auf das Vermögen) bedacht worden sind.

Ich hoffe, dass ich mit diesen Ausführungen nunmehr für Klarheit sorgen konnte. Andernfalls sollten Sie ggf. das Testament von einem Anwalt vor Ort prüfen lassen, der dann auch Einsicht in den Test nehmen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 08.01.2018 | 16:57


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