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Erbschaftsfrage

| 26.04.2013 12:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Ich habe von meinem geschiedenen Mann geerbt. Die Erbschaft liegt weit unter der mir mehrfach gemachten Zusage. Ich sollte den Gegenwert des von seinem Vater geerbten, bereits veräußerten Hauses erhalten. Um dies auch gegen seine 2. von ihm getrennt lebende Ehefrau durchzusetzen, wurde der Mann einer schwer krebskranken Cousine,
die auch etwas erben sollte, zur Beratung hinzugezogen. Dieser Mann, Rechtsanwalt i.R. den ich auch kenne und duze ist nunmehr nach der bereits verstorbenen Cousine, der Haupterbe. Früher war nie die Rede davon, dass er überhaupt etwas bekommen sollte.

Der Wortlaut des Testamentes ist:

"verstirbt meine Cousine... vor mir, so gilt dieses Testament für deren Ehemann (RA)
sinngemäß. Für diesen Fall ist er der Haupterbe. Ihn bitte ich, dafür Sorge zu tragen, dass nach meinem Tode meine geschiedene Frau (ich) zu gleichen Teilen mit meiner getrennt von mir lebenden Ehefrau... des Sparvertrag auf der ..bank in Österreich erhalten."

Zuerst wurde mir durch die Ehefrau die Summe von ca, 43.000 € für mich genannt.
Später hieß es dann: "es ist ein Gemeinschaftskonto, wovon mir sowieso die Hälfte zusteht, Du bekommst nur etwa 21.000€." Der Nachlassverwalter ( RA und Haupterbe)
hat mir bis heute keine Summe genannt und noch nichts überwiesen.

1) Wie kann ich erfahren, ob das mit dem Gemeinschaftskonto stimmt und wieviel Geld auf dem Konto war?
2) Müsste ich nicht Zinsen bekommen für die Verzögerung? Die Ehefrau hat das Geld bereits Anfang April erhalten.

Ich erhielt bisher die Antwort, er habe keine Zeit, die Überweisung vorzunehmen.

3) Was kann ich unternehmen? - Es besteht evtl. ein Interessenkonflikt zw. dem Haupterben und meiner Erbschaft (Person).

Danke für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Die von Ihnen zitierte testamenarsiche Verfügung ist als Vermächtnis zu Ihren Gunsten zu werten.

Das Vermächtnis muss der Erbe erfüllen.

Sie haben hier gegenüber dem Erben nach § 242 BGB Anspruch auf Auskunft über den Bestand des Ihnen zustehenden Vermächtnisses durch Vorlage einer Bescheinigung bzw. Kontoauszug. Hieran kann geprüft werden, ob das Konto ein Gemeinschaftskonto gewesen ist, wovon eigentlich bei einer Trennung von der 2. Ehefrau nicht auszugehen ist.

Sie sollten daher den Erben schriftlich und unter Fristsetzung auffordern, Auskunft über den Bestand des Vermächtnisses nach § 242 BGB zu erteilen.

Handelt es sich bei dem Konto um ein Gemeinschaftskonto des Erblassers und seiner in Trennung lebenden Ehefrau, so fällt nur die Hälfte des Kontoguthabens in den Nachlass des Erblassers. Dies wäre aber noch zu prüfen.

Das Vermächtnis fällt mit dem Tod an, soweit nichts anderes bestimmt ist. Damit stehen Ihnen nach § 2184 BGB auch die Zinsen seit diesem Zeitpunkt für das Ihnen zustehende Vermächtnis zu.

Nach Auskunftsaufforderung über den Bestand des Vermächtnisses, sind Sie dann in der Lage die Höhe des Vermächtnisses zu bestimmen und können dann den Erben ebenfalls unter Fristsetzung zur Auszahlung des Vermächtnisses auffordern.

Kommt er Ihrer Aufforderung nicht nach, können Sie dann den Vermächtnisanspruch gegenüber dem Erben einklagen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.04.2013 | 15:12

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