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Erbschaftsfolge nach Tod der Tante

| 11.02.2017 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


22:45
Sehr geehrte Rechtsanwältin, sehr geehrter Rechtsanwalt!
Ich habe folgende Frage zum Erbrecht:
Meine leibliche Tante (kinderlos -mütterlicher Seite) ist gestorben. Drei Monate zuvor ihr Mann (mein Onkel) der eine uneheliche Tochter hat. Soweit mir bekannt lebten meine Tante und mein Onkel in Gütergemeinschaft.
Nach der gesetzlichen Erbfolge wären doch jetzt ihre Geschwister die Erben. Und wenn diese bereits verstorben sind wiederum deren Kinder. Das würde bei mir zutreffen.
Wie verhält sich das wenn es ein Testament gibt indem die uneheliche Tochter und eine noch lebende Schwester meiner jetzt verstorbenen Tante begünstigt sind? Kommt damit dann die gesetzliche Erbfolge (also die anderen Geschwister und auch ich) nicht mehr zum Tragen?
Hätte ich aber doch einen Anspruch auf einen Teil des Erbes, wie muss ich dann vorgehen?
Soweit ich weiß hatte meine Tante zuletzt einen gerichtlichen bestellten Betreuer.
Freundliche Grüße

11.02.2017 | 17:59

Antwort

von


(26)
Hinter der Lieth 15
22529 Hamburg
Tel: 040/69794509
Web: http://www.rechtsanwaeltin-thiele.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal möchte ich Ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

Zutreffend ist, dass sofern kein Testament (Einzeltestament oder gemeinschaftliches Testament mit den vorverstorbenen Ehemann ) vorliegen sollte, hier die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung käme.
Diese bestimmt sich im vorliegenden Fall nach § 1925 BGB .
Danach sind die gesetzlichen Erben zweiter Ordnung die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (die Geschwister Ihrer Tante).
Ich unterstelle mal vorliegend, dass die Eltern Ihrer Tante bereits vorverstorben sind, da sie ansonsten gemäß § 1925 Abs.2 und 3 BGB allein erben oder Miterbe sein würden.
Sofern die Eltern bereits verstorben sein sollten, wären die Geschwister der Tante zu gleichen Teilen erbberechtigt. Sofern diese ebenfalls vorverstorben sein sollten, so würden deren Kinder und ggf. Kindeskinder, usw. zu gleichen Teilen erbberechtigt sein.

Sollte vorliegend ein Testament in der von Ihnen beschriebenen Art und Weise existieren, so würde die gesetzliche Erbfolge -hier nach § 1925 BGB außer Kraft gesetzt sein und Sie und die anderen Erben zweiter Ordnung nicht erbberechtigt sein.

Selbst ein Pflichtteilsanspruch wäre ausgeschlossen, da gemäß § 2303 BGB nur die Abkömmlinge (Kinder, Enkel, Urenkel); auch nichteheliche und adoptierte Kinder, soweit sie erbberechtigt sind des Erblassers, also Ihrer Tante sowie die Eltern der Tante und deren Ehegatte pflichtteilsberechtigt wären.

Daher wären Sie nur erbberechtigt, sofern kein Testament vorliegen sollte, welches sie nicht begünstigt.

Sollte dies der Fall sein, so rate ich Ihnen und den Miterben entweder über einen Notar oder beim zuständigen Nachlassgericht einen gemeinschaftlichen Erbschein entsprechend der Erbquote zu beantragen. Hierfür benötigen Sie folgende Dokumente:

Personalausweis oder Reisepass der Erben

Sterbeurkunde der Tante

Geburts- und Sterbeurkunden aller Erben bzw. vorverstorbenen Erben

Anschriften aller Erben

Der Umstand, dass Ihre Tante einen gesetzlichen Betreuer hatte ist hierfür nicht relevant, da die Betreuung mit dem Tode der Tante erloschen sein dürfte.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Camilla Joyce Thiele

Rückfrage vom Fragesteller 15.02.2017 | 19:50

Sehr geehrte Rechtsanwältin,
ich war der Meinung, dass ich Ihre Antwort dahingehend verstanden habe, dass ich nach dem Tod meiner Tante keinerlei Erbansprüche geltend machen kann, wenn es ein Testament gibt, in dem ich nicht begünstigt wurde. Nachdem ich allerdings den Satz in Ihrer Antwort:
" Daher wären Sie nur erbberechtigt, sofern kein Testament vorliegen sollte, welches sie nicht begünstigt." immer wieder lese, verstehe ich das nicht mehr so eindeutig. Wie ist dieser Satz zu verstehen?
Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.02.2017 | 22:45

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne stelle ich dies nochanmals klar:

Sie haben meine Antwort richtig verstanden.

Sie haben keine Erbansprüche, sofern es ein Testament gibt in dem Sie nicht begünstigt wurden.

Mit freundlichem Gruß

Camilla Joyce Thiele
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 11.02.2017 | 19:06

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.02.2017
5/5,0

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