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Erbschaftsangelegnheit Erbengemeinschaft


27.01.2006 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Verwandte meiner Mutter kamen Anfang der 90iger Jahre auf sie zu, ob sie einverstanden wäre, das das Haus ihrer Großmutter(Verst.1963) verkauft werden kann. Mit ihrer Unterschrift gab meine Mutter dieses Einverständnis und wurde wohl so Teil einer Erbegemeinschaft.
Diese besteht aus 5 Miterben,3 davon leben in den USA.Aus den Verkauf wurde nichts, die Erben haben seidem keinerlei Verbindung mehr miteinander,aber alle Miterben stehen im Grundbuch.
Ein Immobilienmakler verwaltete seitdem das Grundstück mit Haus.
Inzwischen ist das Haus baufällig geworden und der Mieter (kein Teil der Erbengem.)zahlt seine Rechnungen, (wie Grundsteuer...) nicht mehr.Der Immobilienmakler kam nun auf meine Mutter zu,da sie die am nächsten Wohnende am Grundstück ist,und riet zu einer Teilungsversteigerung.
Da meine Mutter aus alters.-und gesundheitlichen Gründen nicht mehr Handlungsfähig ist, beauftragte ich damit einen Anwalt.Dieser beantragte die Teilungsversteigerung, die jedoch vom Gericht abgewiesen wurde, da zuerst ein Nachlasspfleger für die unbekannten Erben eingesetzt werden muß.Der Nachlasspfleger kann aber erst eingesetzt werden, wenn die Sterbeurkunden der bereits in den USA verstorbenen Miterben vorliegt. Da diese aber unbekannt in den USA verstorben sind kann diese Voraussetzung nicht erfüllt werden.
Inzwischen kommen Rechnungen zu meiner Mutter z.B. für Grundsteuer, für die meine Mutter nicht aufkommen kann, da sie nur eine geringe Rente bekommt.
Nun meine Anfrage: Welche Möglichkeiten gibt es noch um das Haus zu veräußern?
Wenn Gläubiger das Geld von meiner Mutter verlangen, inwieweit wird die Rente meines Vaters mit angerechnet.(Meine Eltern sind verheiratet, aber meine Mutter ist nur Erbin und steht im Grundbuch)
Gibt es Pfändungsgrenzen,was kann gepfändet werden, könnte das Auto meines Vaters gepfändet werden (kein Luxusauto!)

Für Antworten auf diese Fragen wäre ich Ihnen sehr Dankbar!
27.01.2006 | 15:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Es gibt die Möglichkeit, dass alle Erben dem Verkauf des Hauses zustimmen. Da Sie aber davon sprachen, dass Erben im Ausland sind, wird diese Zustimmung wohl schwer zu bekommen sein. Ein Versuch wäre es aber wert, dann kann Ihre Mutter bzw. deren Bevollmächtigter das Haus verkaufen.

2. Sonst bleibt Ihnen nur die Teilungsversteigerung und der bereits geschilderte Weg.

3. Ihre Mutter ist Schuldnerin und haftet gemeinsam mit den anderen Erben für die Forderungen, die das Haus betreffen. Auf den Ehemann kann nach Ihrer Schilderung kein Durchgriff erfolgen. Denn eine Erbschaft zählt zum Anfangsvermögen der Ehefrau und haftet dafür die Ehefrau.

4. Sollte Ihr Vater aufgrund andere Umstände doch haften, gibt es eine so genannte Pfändungsbeschränkung, § 811 BGB. Es die Pfändung in Betracht, wenn das Auto kein Mittel zur Ausübung des Berufs ist und auch sonst kein Grund vorliegt, warum das Auto eine „unpfändbare“ Sache ist.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich aber davon aus, dass Ihr Vater nicht mithaftet.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
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kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de


Nachfrage vom Fragesteller 27.01.2006 | 15:56

Die Teilungsversteigerung schlug ja fehl, weil die Sterbeurkunden der im Ausland verstorbenen Erben nicht zu erhalten sind. Was gibt es sonst noch für Mittel, wenn unauffindbare Erben vorhanden sind.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2006 | 16:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

zur Beschränkung der Haftung Ihrer Mutter habe ich Ihnen gerade noch ein E-mail geschickt.

Sie können nicht auf eigene Faust das Haus verkaufen.

Allerdings haben die Gläubiger die Möglichkeit, in das Haus zu vollstrecken. Jedoch spielen hier eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle und kann in diesem Forum keine abschließende Lösung gefunden werden.

Wichtig ist jedenfalls die Beschränkgung der Haftung Ihrer Mutter auf den nachlaß, so dass sie nicht mit ihrem privatvermögen haftet (dazu siehe andere E-mail).

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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