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Erbschaftsangelegenheit - wie kann ich das Testamant meines Vaters umsetzen?

26.08.2011 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Frau Rechsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

freundlich erlaube ich mir Sie zu bitten mir zu nachfolgend geschildertem Sachverhalt
Ihre Meinung zu schildern.

Der Sachverhalt ist folgender:


Am 27.Juli 2011 hat die zuständige Amtsrichterin am AG E., aufschiebend auf die Rechtswirksamkeit, einen Erbschein erteilt, worin mein Bruder zum Alleinerbe bestimmt wird und er mit Vermächtnisses belastet wird.


Mein Eltern haben im Jahre 1987 ein gemeinsames Testament erstellt. Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt unheilbar an Unterleibskrebs erkrankt. Dieses Testament wurde nach dem Tode meiner Mutter eröffnet.
Mein Vater wurde aufgrunddessen Alleinerbe.
Pflichtteilsrechte nach meiner Mutter wurden nicht geltend gemacht.

Im gemeinschaftlichen Testament meiner Eltern wurde, nach Auffassung der zuständigen Amtsrichterin, mein Bruder B. zum Alleinerben bestimmt. Er wurde nach Auslegung der Amtsrichterin mit Vermächtnissen belastet.

Mein Vater verstarb am 9.12.2010.

Er hatte im Jahre 2005 in einem privatschriftlichen Testament niedergelegt, dass seine vier Kinder je zu einem Viertel erben und außerdem Testamentsvollstreckung angeordnet.
Grund für diesen Entschluss war, dass alle wesentlichen werthaltigen Immobilien im Laufe der Zeit veräußert wurden.
So wurde auch eine eigentlich den Brüdern S. und J. zustehende Eigentumswohnung zu Lebzeiten meines Vaters auf Drängen meines Bruders verkauft. Der Verkaufserlös wurde zur Schuldentilgung meines Bruders verwendet.
Das Gleiche passierte wiederum als ein Teil des Wohnhausgrundstückes an einen Bauträger veräußert werden musste um die zwischenzeitlich wiederum stark angewachsenen Schulden meines Bruders Bernhard zu tilgen. Und auch um zu verhindern, daß das Wohnhaus meines Vaters versteigert werden würde.
So wurde im Laufe von fast 25 Jahren nach dem Tode meiner Mutter ein Großteils alles Werthaltigen, einschließlich der nach ihrem Tode fällig gewordenen Lebensversicherungen, dafür verwendet die Lebensstil meines Bruders Bernhard zu finanzieren.
Dies führte dann insgesamt dazu, daß mein Bruder weit über das ihm im gemeinschaftlichen Testament Zugeachte vom elterlichen Erbe profitiert hat.
Jetzt nach dem Tode meines Vaters ist es mehr als ungerecht, dass mein Bruder auch noch das Wohnhausgrundstück alleine erhalten soll.

Darüber hinaus hat mein Vater meiner Schwester und mir eine notariell beurkundete über den Tod hinaus wirksame Vollmacht erteilt. Daneben hat er mir außerdem eine ebenfalls über den Tod hinaus wirksame Bankvollmacht erteilt.

Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass es im Sinne des Gesetzes sein kann, wenn in einem gemeinschaftlichen Testament bestimmt wurde, die gemeinsamen vier Kinder in etwa gleichberechtigt am Erbe teilhaben zu lassen, dass dies nach 25 Jahren, nicht mehr gelten soll. Dies würde jedoch faktisch geschehen, wenn mein Bruder B. Alleinerbe nach meinem Vater werden würde.
Vor allem dann, wenn nachweislich der erstgeborene Sohn mit seinem Lebensstil vom Vater unterstützt werden musste und so schon zu Lebzeiten ein Großteil des Erbes aufgebraucht hatte.
Warum soll ein überlebender Ehegatte nicht in der Lage sein, nach fünfundzwanzig Jahren, die Entwicklung innerhalb einer Familie den Realitäten anzupassen und dem auch durch erbrechtlich zu entsprechen.

Welche Möglichkeiten habe ich um das Testament meines Vaters worin die vier Geschwister zu je einem Viertel erben und die darin angeordnete Testamentsvollstreckung umsetzen.

Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.


Mit freundlichen Grüßen

26.08.2011 | 12:39

Antwort

von


(157)
Meßberg 1
20095 Hamburg
Tel: 040/4689 76 75
Web: http://www.rechtsanwalt-bartels.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Da das Gericht den Erbschein zu Gunsten Ihres Bruders unter der aufschiebenden Bedingung der Rechtskraft erteilt hat, gehe ich davon aus, dass Sie einen Erbschein entsprechend den mitgeteilten Angaben in dem Testament Ihres Vaters aus 2005 beantragt (also einen Erbschein zugunsten aller vier Kinder als Miterben) hatten und das Gericht damit Kenntnis von allen relevanten Tatsachen und Urkunden hat.

Um die Chancen auf die Erteilung eines Erbscheins entsprechend Ihres Antrages zu wahren, müssen Sie zunächst das Rechtsmittel der Beschwerde gegen den erteilten Erbschein einlegen, § 58 FamFG . Beschwerdeberechtigt ist ausschließlich der Antragsteller in dem Erbscheinsverfahren. Die Beschwerde muss innerhalb eines Monats, schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle Nachlassgerichts eingelegt werden. Die Frist beginnt mit der schriftlichen Bekanntgabe des Beschlusses. Sie muss die Bezeichnung des angfochtenen Beschlusses enthalten, sowie die Erklärung, dass gegen diesen Beschluss "Beschwerde" eingelegt wird. Die Beschwerde muss vom Beschwerdeführer unterschrieben werden. Es empfhielt sich, die Beschwerde ausführlich zu begründen. Dabei können Sie auch neue Tatsachen und Beweismittel anführen, die im Erbscheinsverfahren bislang noch nicht von Ihnen vorgebracht worden waren.

Hilft das Nachlassgericht Ihrer Beschwerde nicht ab, gibt es die Sache an das Bewerdegericht weiter, welches sodann über die Beschwerde entscheidet.

Für die Erfolgsaussichten des Verfahrens kommt es im wesentlichen auf den Wortlaut der beiden Testamente an, so dass ich hierzu keine Stellungnahme abgeben kann.

Ich hoffe, dass ich die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe und wünsche viel Erfolg in der Sache. Gern stehe ich für eine kostenlose Nachfrage zu meiner Antwort zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg
www.rechtsanwalt-hamburg.de


Rechtsanwalt Stephan Bartels

ANTWORT VON

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