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Erbschafts-Steuer

| 09.07.2014 19:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Das Erbschaftssteuergesetz (ErbStG) stellt Stiefkinder den leiblichen Kindern gleich. Daher gelten für beide die gleichen Freibeträge.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zur Erbschaftssteuer.
Vor ca. 2 Jahren ist meine leibliche Großmutter verstorben. Ihr Witwer (3. Ehemann) ist kinderlos und die Erben sind mein Bruder und ich, weil unsere Eltern schon verstorben sind. Meine Frage: gibt es einen Unterschied zwischen leiblichen Großeltern und wie in unserem Fall dem angeheirateten Großvater? Müssen wir Erbschaftssteuer zahlen, wenn ja, wieviel?

Besten Dank im voraus für Ihre Bemühungen!
09.07.2014 | 22:17

Antwort

von


(94)
Alte Poststraße 22 A
94036 Passau
Tel: 0851-96693915
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und beantworte Ihnen diese auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt:

Um Ihre Frage möglichst umfassend beantworten zu können, teilen Sie mir bitte über die Nachfragefunktion noch folgende Informationen mit:

1. Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Mann Ihrer Großmutter verstorben ist und Sie diesbezüglich wissen möchten, welche erbschaftssteuerlichen Belastungen auf Sie zukommen? Oder bezieht sich Ihre Frage auch noch auf den Todesfall Ihrer Großmutter?

2. Da der Mann Ihrer Großmutter nicht Ihr leiblicher Großvater ist, sind Sie nicht seine gesetzlichen Erben, auch wenn er sonst kinderlos ist. Liegt ein Testament vor?
Falls dies der Fall ist, stellt sich weiterhin die Frage, ob ein Testament „Ihres" Großvaters" vorliegt oder ob es sich um eine Ehegattentestament oder einen Erbvertrag handelt, bei dem der Großvater z.B. als Vorerbe und Sie beide als Nacherben eingesetzt wurden. Ebenso könnten Sie Schlusserben sein. Die Klärung dieser Fragen ist ganz entscheidend, für die Beurteilung des Falles.

Gerne können Sie mir das Testament auch kostenlos per Email zukommen lassen.
Um meine Emailadresse zu erhalten, klicken Sie einfach auf mein Bild.

Ob Sie Erbschaftssteuern zahlen müssen und ggf. in welcher Höhe hängt von der Größe des Nachlasses ab.
<a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/16.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 16 ErbStG: Freibeträge">§ 16 ErbStG</a> sieht bestimmte Freibeträge vor. Wie hoch diese sind, richtet sich nach der Einordnung der Erben in bestimmte Steuerklassen, vgl. <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/15.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 15 ErbStG: Steuerklassen">§ 15 ErbStG</a> .
Ich unterstelle dabei, dass Sie in Deutschland Ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt haben und damit unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Als Enkelkinder der verstorbenen Großmutter unterfallen Sie Steuerklasse I gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/15.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 15 ErbStG: Steuerklassen">§ 15 Abs. Nr.3 ErbStG</a> . Ihre Mutter bzw. Ihr Vater wäre ein Stiefkind des Großvaters gewesen und Sie beide sind die Abkömmlinge von diesem Stiefkind. Damit werden Sie den leiblichen Enkelkindern gleichgestellt.

Da Ihre Eltern bereits verstorben sind, ist bei Ihnen <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/16.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 16 ErbStG: Freibeträge">§ 16 Abs. 1 Nr.2 ErbStG</a> einschlägig. Sie haben einen Freibetrag in Höhe von 400.000 Euro. Diesen Freibetrag hat jeder von Ihnen beiden. Erst wenn der Nachlass diesen Betrag überschreitet, also 800.000 Euro, fallen Steuern an. Die Steuersätze richten sich nach <a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/19.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 19 ErbStG: Steuersätze">§ 19 Abs.1 ErbStG</a> . Da Sie der Steuerklasse I (<a href="http://dejure.org/gesetze/ErbStG/15.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 15 ErbStG: Steuerklassen">§ 15 Abs.1 ErbStG</a> ) unterfallen, gelten für Sie die günstigen Steuersätze. Gerne schreibe ich Ihnen dazu noch mehr, falls der Nachlass den Betrag von 800.000 Euro übersteigt und Sie weitere Ausführungen wünschen.

Voraussetzung hierfür ist aber, dass Sie den Großvater direkt beerben. Liegt Vor- oder Nacherbfolge vor, erfolgt die Besteuerung etwas anders. Wie hier die Erbfolge genau gelagert ist, lässt sich ohne Einblick in das Testament oder einen Erbvertrag nicht sagen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten benutzen Sie gerne die kostenlose
Nachfragefunktion.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Passau
Stefanie Lindner

<!--dejureok-->


Rückfrage vom Fragesteller 10.07.2014 | 21:01

Vielen Dank für die ausführliche Mitteilung,hier noch einige Stichpunkte
zu 1.: unser Großvater ist noch nicht verstorben, wir würden jedoch gerne wissen wollen, ob wir mit erbschaftssteuerlichen Belastungen rechnen müssen
zu 2.: ein Testament des Großvaters liegt vor, er hat es nach dem Tod unserer Großmutter verfasst bzw. beim Notar hinterlegt;
Es sind mein Bruder und ich als Alleinerbe eingesetzt.
Nach dem Tod unserer Großmutter ist noch kein Erbe an uns gezahlt worden, es lag kein Testament vor.
Ich hoffe die Angaben sind ausreichend für die Klärung des Falles.
Vielen Dank und noch einen schönen Abend!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.07.2014 | 22:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Wenn die Großmutter kein Testament verfasst und der Großvater Sie beide zu Alleinerben eingesetzt hat, gilt oben Gesagtes. Sie haben die Freibeträge je in Höhe von 400.000 Euro.

Danke, Ihnen auch einen angenehmen Abend.

Stefanie Lindner

Bewertung des Fragestellers 15.07.2014 | 20:52

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.07.2014
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