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Erbschaft - uneheliches Kind

| 29.03.2015 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Es geht um das Erbrecht des nichtehelichen Kindes gegenüber dem verstorbenen Vater, der ein eheliches Kind und eine Ehefrau hinterlässt.

leibliche Vater vor wenigen Tagen verstorben - Info von Drittperson erhalten
es hat keinen Kontakt mit dem Verstorbenen gegeben
bin unehelich - Jahrgang 1953
Vaterschaft anerkannt
Verstorbene hinterlässt Ehefrau und ein eheliches Kind
benötige konkrete Ratgebung bzgl. Vorgehensweise evtl.
Erbansprüche prüfen bzw. geltend zu machen

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
Nach der jetzigen Rechtslage erben endlich alle nichtehelichen Kinder genauso wie eheliche, sofern die Vaterschaft anerkannt oder gerichtlich festgestellt ist.
Die Tatsache, dass Sie keinen Kontakt zu Ihrem Vater hatten, spielt dabei keine Rolle.
Welcher Erbanteil Ihnen neben der Ehefrau und dem ehelichen Kind zusteht, hängt davon ab, ob Ihr Vater ein Testament errichtet hat oder einen Ehevertrag geschlossen hat und - wenn ja - welchen Inhalt diese Urkunden haben.
Auch wenn Sie testamentarisch enterbt worden sein sollten, steht Ihnen als Kind in jedem Fall ein Pflichtteilsanspruch zu, die Sie gegenüber den testamentarischen Erben geltend machen können.
Der Pflichtteil entspricht dabei der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. ( § 2303 BGB )
Sollte also kein Testament oder Ehevertrag vorhanden sein und damit die gesetzliche Erbfolge eingetreten sein, würden sie zu gleichen Teilen wie das eheliche Kind erben. Die Ehefrau würde , wenn Sie mit Ihrem Vater im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt hat ( eigentlich der Regelfall), die Hälfte des Vermögens erben, Sie und das eheliche Kind je 1/4.
Sollten Ihr Vater mit seiner Ehefrau im Güterstand der Gütertrennung gelebt haben, wäre der gesetzliche Erbanteil für Sie, die Ehefrau und das eheliche Kind je 1/3.
Der Pflichtteil wäre, falls Sie durch ein Testament enterbt wären, dementsprechend also für Sie 1/8 im Falle derZugewinngemeinschaft und 1/6 im Falle der Gütertrennung.
Als Pflichtteilsberechtigter hätten Sie gegenüber den Erben einen umfassenden Auskunftsanspruch über den Bestand des Nachlasses gem. § 2314 BGB . Auch kämen u.U. Pflichteilsergänzungsansprüche gem. § 2325 BGB in Betracht, wenn Ihr Vater zu Lebzeiten einem Dritten Schenkungen gemacht hat.
Als Miterbe hätten Sie einen umfassenden Auskunftsanspruch gegenüber den Miterben gem. § 2057 BGB . Diese müssten auch Auskunft geben über eventuelle Zuwendungen, die sie zu Lebzeiten des Erblassers, also Ihres Vaters erhalten haben gem. § 2050 ff BGB .
Die Zuständigkeit für die Ermittlung der Erben liegt beim Amtsgericht -Nachlassgericht - des letzten Wohnortes Ihres verstorbenen Vaters (§ 73 Abs. 1 FGG , § 7 BGB , § 3 FGG ).
Dort sollten Sie baldmöglichst einen Erbschein gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/2353.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2353 BGB: Zuständigkeit des Nachlassgerichts, Antrag">§ 2353 BGB</a> ) für sich beantragen und diesem Antrag auch vorhandene erforderliche Unterlagen über die Anerkennung der Vaterschaft beifügen.
Erkundigen Sie sich beim dortigen Nachlassgericht sinnvollerweise vorab, ob es Antragsformulare gibt oder ob ein formloser Antrag genügt und welche Unterlagen / Urkunden noch beizubringen sind.
Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Unter Umständen kann es sinnvoll werden, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende

Mit freundlichen Grüßen

Lucia König
Rechtsawältin



Bewertung des Fragestellers 31.03.2015 | 08:59

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