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Erbschaft und Finanzamt


| 11.12.2010 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Fakten:

Eine Person hinterläßt 2 leiblichen Kindern einen bestimmten Geldbetrag.
Aus diesem Betrag steht dem einen Kind vor 50 : 50-Prozent –Teilung eine bestimmte Summe zu.
Die Geschwister wissen durch persönliche Aufzeichnungen des Verstorbenen davon und werden untereinander entsprechend aufteilen.
Ein Testament existiert nicht.

Eines der Kinder hat Vollmacht „über den Tod hinaus" über das Konto des Verstorbenen. Es wird das Konto auflösen und das Geld wie oben beschrieben verteilen.

Nun aber hat die Bank des Verstorbenen dem Finanzamt mitgeteilt, daß sich das bevollmächtigte Kind den Gesamtbetrag hat auszahlen lassen – und fordert von ihm vermutlich entsprechend hohe Steuern.



Frage:

Was soll dieses „Kind" tun, um dem Finanzamt aufzuzeigen, daß ein Teil des Gesamtbetrages längst an das Geschwisterkind weitergeleitet wurde und für es selbst die Steuern daher nicht so hoch sein dürften?

Genügt ein einfaches erklärendes Schreiben - evtl. verbunden mit der Unterschrift des anderen Erben?
Oder sollte die gesamte Nachlaß-Regelung auf andere Weise geführt werden?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Für die Erhebung der Erbschaftssteuer kommt es nur auf den Erbteil an, den der einzelne Miterbe erhalten hat; vgl. § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO.

Der Erbe ist verpflichtet, den der Erbschaftsteuer unterliegenden Erwerb innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntniserlangung dem zuständigen Finanzamt schriftlich anzuzeigen; vgl. § 30 Abs. 1 ErbStG. Dabei muß der Erbe Angaben zur Person der Beteiligten, zum Rechtsgrund des Erwerbs und zu dessen Gegenstand und Wert machen; vgl. § 30 Abs. 2 ErbStG.


2.

Derjenige Erbe, der über die Kontovollmacht verfügt, wird also dem Finanzamt mitteilen, daß gesetzliche Erbfolge eingetreten sei und welche Personen zu welchen Anteilen Erben geworden sind.

Parallel dazu gibt der andere Erbe gegenüber dem Finanzamt ebenfalls den eingetretenen Erbfall und die Höhe des auf ihn entfallenden Nachlasses an.

Die Erbschaftssteuer wird dann korrekt von jedem Erben entsprechend des auf ihn entfallenden Nachlasses erhoben werden.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 11.12.2010 | 21:31


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