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Erbschaft und Ehevertrag - Wohnrecht oder Schenkung

| 20.08.2018 13:11 |
Preis: 45,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


16:51
Meine Familie und ich Wohnen in einem Haus das meinen Eltern gehört. Diese möchten mir entweder das Haus schenken oder das Wohnrecht mir und meinen Kindern geben.
Da meine Eltern beide sehr alt sind steht zu befürchten, dass im Pflegefall das Haus gegebenenfalls für die Pflege verwendet würde. Um das zu vermeiden wurde die Vergabe des Wohnrechtes angedacht. Oder ist es so, dass das Haus in meinem Besitz verbleibt, auch wenn keine 10 Jahre verstichen sind, wenn ich seblst das Haus nutze?
Weiterhin möchte ich mich gegen eine Scheidung absichern. Im Falle einer Scheidung möchte ich vermeiden, dass ein Teil des Hauses meiner Frau zugesprochen wird (andere Vermögenswerte gibt es nicht). Oder könnte hier ein Ehevertrag weiterhelfen.
Im Fall einer Schenkung besteht die Option meine Tochter aus erster Ehe (über 18 Jahren alt) mit einem Wohnrecht auszustatten. Wäre das sinnvoll, um sicherzustellen, dass ich das Haus in keinem Fall verliere.
Welche Vorteile und Nachteile ergeben sich bei einer Schenkung bzw. Übertrag des Wohnrechtes.
20.08.2018 | 13:56

Antwort

von


(160)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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sehr geehrte Fragesteller,

Ich beantworte die Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie das schon geringe Abweichungen im Sachverhalt seine anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Der Staat kann im Fall der Pflege für 10 Jahre auf Schenkungen zugreifen. Hieran ändert auch ein Wohnrecht nichts. Durch ein Wohnrecht wird allerdings der Wert der Immobilie erheblich gemindert. Entscheidend ist allerdings ob es ein persönliches Wohnrecht gibt (könnte nur von Ihren Eltern genutzt werden) oder ob Sie ein Verwertungsrechte vereinbaren (dann müsste die Immobilie vermietet werden und der Erlös der Pflege zugeführt werden). Diese Variante hat die charmante Lösung, dass häufig die Verwertung der Immobilie dann als unverhältnismäßig angesehen wird.

An den 10 Jahren ändert sich auch nichts wenn Sie das Haus selbst bewohnen.
Wenn Ihre Tochter das Wohnrecht erhält ist die eine Schenkung auf die wiederum zugegriffen werden kann.

Ehevertrag werden Sie in dieser Form nicht benötigen. Eine Schenkung der Eltern an Sie wird in das Anfangsvermögen gerechnet und fällt daher nicht in den Zugewinn. Wenn Sie allerdings Investitionen tätigen sollten Sie sich absichern, da die Wertsteigerung anteilig heraus verlangt werden kann.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Sollten Nachfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2018 | 15:02

Einmalige kostenfreie Rückfrage,

Vielen Dank für die Antwort.

Zusatzinfo: Meine Eltern leben nicht in dem Haus. Würde das bedeuten, dass wenn das Wohnrecht auf mich übertragen würde innerhalb der nächsten zehn Jahre darauf zurückgefriffen werden kann?

Im Falle einer Schenkung an mich mit einem Verwertungsrecht für meine Eltern würde ich weiter in dem Haus leben und Miete zahlen, falls wegen einer Pflege der Eltern auf das Haus zurückgefriffen werden müsste. Ist das korrekt?

Was wäre sinnvoller, Wohnrecht für mich oder Schenkung durch meinen Vater mit Niesbrauchracht so dass er Miete bekommt. Könnte man die Miete fest fixieren, so dass sie durch dritte nicht angehoben werden kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2018 | 16:51

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

Es freut mich, dass mein Rat besser ist als der diverser Hobbyjuristen. Falls Sie Ihre Bewertung nach erfolgter Beantwortung Ihrer Nachfrage anpassen wollen, steht Ihnen dies frei.

"Meine Eltern leben nicht in dem Haus. Würde das bedeuten, dass wenn das Wohnrecht auf mich übertragen würde innerhalb der nächsten zehn Jahre darauf zurückgefriffen werden kann?"

Auf den in das Wohnrecht inkorporierten (innen wohnenden) Wert kann zugegriffen werden. Das kann in Form einer angemessenen Miete passieren.

"Im Falle einer Schenkung an mich mit einem Verwertungsrecht für meine Eltern würde ich weiter in dem Haus leben und Miete zahlen, falls wegen einer Pflege der Eltern auf das Haus zurückgefriffen werden müsste. Ist das korrekt?"

Ist die Miete zu gering müsste die Miete angepasst werden an die ortsübliche Vergleichsmiete. Ist eine Verwertung des Hauses sinnvoller als die monatliche Miete kann auch eine Verwertung erfolgen (zunächst würde die Schenkung angerechnet werden).

"Was wäre sinnvoller, Wohnrecht für mich oder Schenkung durch meinen Vater mit Niesbrauchracht so dass er Miete bekommt. Könnte man die Miete fest fixieren, so dass sie durch dritte nicht angehoben werden kann."

Wirtschaftlich bleiben sich beide Möglichkeiten gleich. Die Behörde wird auf den angemessenen Teil (was zu erzielen wäre, würde es an einen Dritten vermietet/verkauft) zugreifen.
Es kann auch verlangt werden die Miete an die ortsübliche Vergleichsmiete anzupassen.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 20.08.2018 | 20:08

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