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Erbschaft übertragen


10.10.2006 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Guten Tag,
leider ist mein Vater vor kurzem verstorben. Es war kein Testament vorhanden. Der Erbschein liegt inzwischen vor. Erbberechtigt sind meine Mutter und ich je zur Hälfte. Ich möchte nun meinen Anteil (ca. 30000 EUR) an meine Mutter übertragen, da ich über die Jahre einiges an Schulden bei meinen Eltern angehäuft habe. Wie muß ich vorgehen (Anwalt, Notar etc.)?
Seit einigen Monaten bin ich HartzIV-Empfänger. Kann es passieren, daß die ARGE Anspruch (evtl. auch rückwirkend) auf meinen Erbteil erhebt, obwohl ich diesen zur Schuldentilgung an meine Mutter abgebe?
Danke für eine hilfreiche Antwort.

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Aufgrund der von Ihnen geschilderten Situation empfehle ich Ihnen die Ausschlagung der Erbschaft. Dadurch würde im Ergebnis Ihr Erbteil an Ihre Kinder fallen (die dann das Vermögen auf Ihre Mutter übertragen könnten), sollten keine Kinder vorhanden sein, würde der Anteil an Ihre Mutter fallen. Die Ausschlagung ist binnen einer Frist von sechs Wochen gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht zu erklären.

Nehmen Sie das Erbe an, würden Sie über entsprechendes Vermögen verfügen, dass Sie als Empfänger von Leistungen nach dem SGB II gegenüber der ARGE angeben müssten. Es stünde dann zu befürchten, dass dieses Vermögen zunächst verbraucht werden müsste, bevor Sie weitere Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten. Dies würde auch dann gelten, wenn Sie den Nachlass zu Schuldentilgung verwenden würden, aber diese Schulden nicht in der erforderlichen Form gegenüber der nachgewiesen werden könnten.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2006 | 17:58

Vielen Dank.
Ich selbst habe keine Kinder. Sollte ich mein Erbteil ausschlagen, wären aber doch vor meiner Mutter zunächst die noch lebenden Geschwister meines Vaters erbberechtigt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2006 | 18:23

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie das Erbe ausschlagen, erben die Geschwister Ihres verstorbenen Vaters neben Ihrer Mutter und zwar grds. 1/2 des Nachlasses und wenn es keinen Ehevertrag gegeben hat 1/4.

Ihre Onkel und Tanten könnten die Erbschaft ebenfalls ausschlagen, dann wäre Ihre Mutter Alleinerbin, die Eltern Ihres Vaters nicht mehr leben und Sie keine weiteren Geschwister haben (wovon ich angesicht des Inhalts des Erbscheins ausgehe).

Mit freundlichen Grüßen

S. Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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