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Erbschaft - muss ich meinen Erbteil einfordern?

04.03.2019 15:58 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Erbschaft und Gemeinschaftskonto

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Herbst 2018 ist mein Schwiegervater verstorben. Durch die gesetzliche Erbfolge sind meine Schwiegermutter und meine Frau zu gleichen Teilen Erben geworden und bilden eine gleichberechtigte Erbengemeinschaft. Beide haben das Erbe angetreten und zwischenzeitlich hat das zuständige Amtsgericht auf Antrag auch einen Erbschein ausgestellt. Auch das zuständige Finanzamt ist über das Erbe informiert worden. Aufgrund der Freigrenzen fiel keine Erbschaftssteuer an.

Das Erbe umfasst eine kleine Immobilie und ein Girokonto, das meine Schwiegereltern also sogenanntes Oder-Konto geführt haben. Gegenstand des Erbes war logischerweise nur die eine Hälfte des Geldwertes auf dem Girokonto, da die andere Hälfte meiner Schwiegermutter gehörte /gehört.

Da meine Frau das geerbte Geld nicht dringend benötigt, hat sie sich dazu entschlossen, das Geld nicht einzufordern, sondern wollte das Geld auf dem Konto meiner Schwiegermutter belassen.

Heute hat der zuständige Bankberater angerufen und starken Druck ausgeübt: er müsse meiner Frau ihren Erbanteil überweisen und zwar so schnell wie möglich, denn er sei daran gebunden, was der Erbschein besage. Auf die Entgegnung meiner Frau, sie wolle das nicht, meinte er, dass dies nicht anders möglich sei. Das Erbe müsse aufgeteilt werden und er sei an den Erbschein gebunden. Er könne sich gerne bei der „Zentrale" erkundigen, aber dort würde man ihm sicherlich auch nichts anderes sagen.

Meine Frau meinte daraufhin, sie wolle ihrer Mutter das Geld belassen. Dies könne sie gerne machen, meinte der Bankberater, indem sie ihrer Mutter das Geld nach Erhalt wiederum zurücküberweise. In diesem Fall falle aber erhebliche Schenkungssteuer an, da das Erbe den Freibetrag von 20.000 Euro deutlich übersteige.

Folgende Aspekte sind aus meiner Sicht ungeklärt:

Ist meine Frau denn dazu verpflichtet, (quasi gegen ihren Willen), sich ihren Erbanteil vom Konto meiner Schwiegermutter überweisen zu lassen? Wenn der Erbanteil meiner Frau weiterhin auf dem Konto verbleibt, das früher meine Schwiegereltern gemeinsam geführt haben und das nunmehr meiner Schwiegermutter alleine gehört, könnte dies als Schenkung auf „kaltem Wege" gewertet werden, mit der Folge, dass dadurch eine Schenkungssteuerpflicht ausgelöst wird?

Stehen der Bank denn überhaupt rechtliche Möglichkeiten zu, sich quasi als „Testamentsvollstrecker" zu gerieren? Das alles erscheint mir sehr fadenscheinig.

Vielen Dank im Voraus!

Landshuter75

04.03.2019 | 18:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Frage darf ich Ihnen antworten, wie folgt.
Der Bankangestellte hat kein Recht, Ihrer Frau ihren Erbteil an dem Guthaben aufzuzwingen und sich wie der Vollstrecker des Erbscheins aufzuführen. Es gibt nicht die geringste Rechtsgrundlage für sein Vorgehen und selbstverständlich ist er auch nicht an den Erbschein "gebunden". Der Erbschein besagt lediglich, dass Ihre Frau Miterbin ist und zu welchem Anteil. Was dann mit diesem Anteil geschieht, ist ihre Entscheidung.
Ich sehe auch keine Gefahr, dass der Verbleib des Guthabens auf dem Konto der Mutter jetzt eine Schenkungssteuer auslösen könnte, da man den Verbleib als Schenkung bewerten könnte. Wenn Ihre Frau und die Mutter übereinstimmend aussagen, dass ihnen das Guthaben gemeinschaftlich zusteht, und dass sie insofern keine Änderung herbeiführen wollen, ist das auch keine "kalte Schenkung".
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Auskunft behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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