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Erbschaft komplex

10.07.2014 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


16:02

Großvater A stirbt und bestimmt in seinem Testament eine Vor- und Nacherbschaft.

Vorerbe ist seine Frau, Großmutter A.
Nacherbe ist deren einziger Abkömmling, Vater A. Für den Fall das dieser vorverstirbt sollen seine direkten Abkömmlinge, Sohn A und Tochter A zu gleichen Teilen erben.

Vater A verstirbt tatsächlich vor Großmutter A. Diese bestimmt daraufhin testamentarisch das Ihr Enkel, Sohn A, ihr Alleinerbe sein soll.

Somit hat Tochter A nur noch einen Anspruch auf den gesetzlichen Pflichtteil.

1. Frage: wie hoch ist dieser?

Das Vermögen von Großmutter A dürfte damit doch zu ⅓ für Tochter A und zu ⅔ für Sohn A ausfallen.

Das Vermögen von Großvater A (über welches er per Vor-Nacherbschaft bestimmen konnte) dürfte damit doch zu ½ für Tochter A und zu ½ für Sohn A ausfallen.


Großmutter A hat ein Sparguthaben welches von Ihr angespart und auf Ihren Namen läuft von fiktiven 1000 €. Über dieses Sparguthaben kann Sie also alleine bestimmen.

2. Frage: wer erbt das Sparguthaben, welches Testament bestimmt darüber den Pflichtteil?

Das Sparguthaben dürfte damit doch zu ⅓ für Tochter A und zu ⅔ für Sohn A ausfallen.


Großmutter A hat Mieteinnahmen auf ein Ihr allein gehörendes Konto aus dem vorvererbten Grundstücken die früher Großvater A gehörten, Großmutter A hat 15 Jahre gespart und die Mietobjekte damit in Schuss gehalten.

3. Frage: wer erbt das Sparguthaben aus Mieteinnahmen zu welchen Teilen und zu welchem Zeitpunkt wird die zu erbende Summe ermittelt?


10.07.2014 | 18:01

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

1.

Erbfall Großvater A:
Hinsichtlich dieses Erbfalls sind die Abkömmlinge des Vaters A, der Sohn und die Tochter, durch das Vorversterben des Vaters Nacherben zu gleichen Teilen geworden.

Erbfall Vater A:
In Bezug auf das Ableben des Vaters sind die beiden Kinder gesetzliche Erben zu je 1/2 geworden.

Sollte die Großmutter A versterben, wäre der Enkel des Vaters A Alleinerbe geworden und die Enkelin könnte eine Pflichtteilsanspruch geltend machen.
Der Pflichteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Der gesetzliche Erbteil läge bei 1/2, so dass die Hälfte des gesetzlichen Erbteils 1/4 beträgt.

2.

Hinsichtlich des Sparguthabens wäre beim Ableben der Großmutter der Enkel alleinberechtigt. Der Pflichtteilsanspruch der Enkelin läge bei 1/4, also EUR 250.

Die aus den vorvererbten Grundstücken generierten Mieteinnahmen stellen Nutzungen dar, die die Großmutter A als Vorerbin als Herrin des Nachlasses ziehen durfte. Sie behält diese Nutzungen für sich, so dass diese Erträge in den Nachlass der Großmutter A fallen.

Das Sparguthaben/Mieteinnahmen erbt als Alleinerbe der von der Großmutter eingesetzte Enkel A. Als Erbe ist für den Enkel der Zeitpunkt des Todes der Großmutter A maßgeblich.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 11.07.2014 | 08:51

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, dennoch zum weiteren Verständnis noch eine Nachfrage bezogen auf Ihre Antworten:

"1. Erbfall Großvater A: Hinsichtlich dieses Erbfalls sind die Abkömmlinge des Vaters A, der Sohn und die Tochter, durch das Vorversterben des Vaters Nacherben zu gleichen Teilen geworden."

und

"Erbfall Vater A: In Bezug auf das Ableben des Vaters sind die beiden Kinder gesetzliche Erben zu je 1/2 geworden. Sollte die Großmutter A versterben, wäre der Enkel des Vaters A Alleinerbe geworden und die Enkelin könnte eine Pflichtteilsanspruch geltend machen. Der Pflichteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Der gesetzliche Erbteil läge bei 1/2, so dass die Hälfte des gesetzlichen Erbteils 1/4 beträgt."

Erst verstarb Großvater A, woraufhin seine Frau, Großmutter A alles als Vorerbin erbte. Vater A verzichtete damals auf seinen Pflichtteil und verstarb einige Jahre später ohne eine Erbschaft zu hinterlassen. Womit die nächsten Erben, Sohn A und Tochter A an der Reihe wären. Nach dem Testament des Großvaters A müssten diese zu gleichen Teilen erben, nach dem später verfasstem Testament der Großmutter A ist Sohn A als Alleinerbe eingetragen. Wie hoch ist der Erbanteil für Sohn A und wie hoch für Tochter A aus dem Nachlass des Großvater A?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.07.2014 | 16:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn der Nacherbfall eintritt (das Ableben der Großmutter A) erben Sohn A und Tochter A je zu gleichen Teilen, vgl. § 2106 BGB .




Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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