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Erbschaft in Türkei - Steuerlich relevant hier?

20.09.2015 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr nahe Freunde von uns haben folgende Familiienkonstellation:
Vater ist Türke und Mutter ist Deutsche.
Vater starb vor über 10J in der Türkei.
Hierbei hinterlässt er seinen 2 Kindern (1 Tochter + 1 Sohn, beide Erwachsen) und
seiner Frau ein beträchtliches Erbe im Gesamtwerte von etwa 3Mio Euro.

Beide Kinder haben die doppelte Staatsbürgerschaft und Sie leben schon seit über 20J in Deutschland.

Das Erbe umfasste zum Erbzeitpunkt etwa 300.000Euro und ein grosser Teil der Wohnungen und Grundstücke wurde mittlerweile verkauft ist aber aus Angst wegen Fehlinvestition(en) kaum in Anspruch genommen.

Hierbei hätten die Kinder vor allem gerne ein grossen Teil vom Geld in Deutschland eingesetzt bzw. in überwiegend Immobilien investieren wollen.

Nachdem aber aus Angst vor dem deutschen Finanzamt und der Schenkungssteuer etc. was noch rechtlich beim Transfer kommen könnte, haben Sie das Vermögen in der Türkei gelassen.

Die Gretchenfrage ist nun, auf welche rechtliche + steuerrechtliche (vor allem Deutsche) Fallstricke muss hier aufgepasst werden und wie sind diese vermeidbar bzw. umrundbar, wenn man doch in Deutschland investiert?

Freundliche Grüsse,


ST...

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Eine eingehende Beantwortung der aufgeworfenen Frage kann im vorliegenden Rahmen jedenfalls nicht erfolgen. Sofern das Erbe ca. 3 Mio. Euro umfasste (nicht 300.000 Euro) besteht die Wahrscheinlichkeit das ggf. noch Erbschaftsteuer zzgl. Verspätungszuschlag fällig werden könnten. Auch hier kommt es jedoch auf weitere Einzelheiten an, insbesondere wo der Erblasser seinen Wohnsitz in den Jahren vor seinem Tod hatte (gleiches gilt ggf. für die Erben). Auch wäre zu erörtern ob ggf. bereits Erbschaftsteuerbeträge in der Türkei entrichtet wurden. Zusätzlich kommt es auch darauf an welche Form das Vermögen hatte (Bargeld, Wertgegenstände, Immobilien, Unternehmen, Beteiligungen) und welcher Anteil jedem Erben zuviel.

Sofern das Erbe "nur" 300.000 Euro (z.B. in bar) betrug, und dieses zwischen den Brüder verteilt worden wäre, könnte eventuell gar keine Erbschaftsteuer fällig werden, da sich der Betrag innerhalb des Freibetrags von damals 205.000 Euro pro Kind bewegt hat.

Sofern eine eingehende Beratung gewünscht werden sollte, stehe ich Ihnen gerne direkt zur Verfügung. Als eine auf internationale Mandanten und steuerrechtlich ausgerichtete Kanzlei verfügen wir über breitgefächerte Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili, LL.M. (Sydney)
Rechtsanwalt

GEISMAR Rechtsanwälte
Marburger Straße 5
10789 Berlin

www.geismar-rechtsanwaelte.de

T +49 (0)30 219 628 80
F +49 (0)30 247 266 15

a.nadiraschwili@geismar.rechtsanwaelte.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2015 | 17:49

Der Vater lebte schon immer in der Türkei und kam gelegentlich nach Deutschland.

Eine Erbschaftssteuer wurde in der Türkei nicht entrichtet, da das Bargeldkonto auf den Namen vom Vater und Mutter gegangen ist.

Das gemeinsame Konto wurde gelöscht und das Geld wurde vorher weg genommen. Danach wurde neues Konto angelegt, wo dann die 3 (Mutter + 2Kinder) darüber verwalten konnten.

In der Türkei wurde die Erbschaftssteuer auf alle Immobilien bezahlt aber es sind keine Belege mehr dazu vorhanden.

Generell frage ich mich, wenn z.B. 200.000Euro von dem gemeinsamen Konto pro Person nach Deutschland überwiesen werden, was kann hierbei "blühen" ?

Freundliche Grüsse,


ST...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2015 | 21:41

Sofern höhere Barbeträge von einem gemeinsamen Konto auf das Privatkonto eines der Erben nach Deutschland übertragen werden, sollte auch dies zur Vermeidung steuerlicher Nachteile unbedingt mit einem Anwalt detailliert besprochen werden.

Zunächst unterliegen Überweisungen aus dem Ausland über 10.000 Euro der Meldepflicht nach § 11 Außenwirtschaftsgesetz (AWG).

Grundsätzlich besteht zwar die Möglichkeit, dass diese Überweisung niemals steuerlich erfasst wird, was jedoch auf Grund des Betrages relativ unwahrscheinlich ist. Folgen könnten u.a. sein, dass der Betrag im "worst case" vom Finanzamt als Einkommen eingestuft wird und mit dem persönlichen Einkommensteuersatz (bis ca.. 50%) belegt wird. Mithin wäre in jedem Fall zu erklären woher dieser Betrag stammt. Im Falle eines Erbes werden ebenfalls sehr wahrscheinlich weitere Nachforschungen / Nachfragen seitens des Finanzamt erfolgen über die Höhe des gesamten Erbes und dann ggf. dieses mit der Erbschaftsteuer belegt. Grundsätzlich bestehen jedoch in derartigen Fällen Möglichkeiten das Geld korrekt zu deklarieren, um steuerliche Nachteile zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

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