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Erbschaft in Österreich

| 11.01.2008 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer


Sehr geehrte Damen und Herren,

bei folgendem Problem bitte ich Ihre beratende Hilfe:

Mein Freund ist österreichischer Staatsbürger und lebt seit über 40 Jahren in Deutschland. Er hat ausschließlich bei einem deutschen Unternehmen gearbeitet. Aus diesem Arbeitsverhältnis bezieht er seit einiger Zeit auch seine Rente.

Im Juni 2007 ist sein Vater, österreichischer Staatsbürger, lebte ausschließlich in Österreich, verstorben. Mein Freund als Universalerbe erhielt Kapitalvermögen, das in Österreich gem. dem noch in 2007 geltenden Erbschaftsteuergesetz nach Abschluss des Nachlassverfahrens in 2008 versteuert wird.

Fragen:

1. Muss mein Freund in Deutschland (noch im Rahmen des Doppelbesteuerungsabkommens, da der Todesfall in 2007 eingetreten ist) Erbschaftssteuer zahlen?

2. Muss für den Fall, dass keine erbschaftsteuerliche Forderungen seitens der deutschen Steuerbehörden bestehen und das Kapital in Österreich bleibt, das geerbte Kapitalvermögen in Deutschland beim FA angezeigt werden?

3. Muss das geerbte Kapitalvermögen in Deutschland beim FA angezeigt werden, wenn ein Teil oder der gesamte Kapitalbetrag nach Deutschland überwiesen wird?

Uns ist es bewusst, dass Deutschland ab 01/2008 das Doppelbesteuerungsabkommen mit Österreich aufgekündigt hat, weil in Österreich die Erbschaftssteuer ab 2008 abgeschafft wurde.

Ich bedanke mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

E.

Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Aus Anlass des Auslaufens der österreichischen Erbschafts- und Schenkungssteuer mit Ende Juli 2008 hat die Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung von unerwünschten Steuerlücken in der Tat das mit Österreich bestehende Doppelbesteuerungsabkommen mit Wirkung zum Jahresende 2007 gekündigt.
Damit fällt bei Erwerben von Todes wegen, bei denen der Erblasser NACH dem 31.12.2007 verstirbt, der Schutz des Doppelbesteuerungsabkommens weg.

Hier ist der Todesfall im Juni 2007 eingetreten, sodass das Doppelbesteuerungsabkommen nach wie vor Anwendung findet.

Ihre Fragen lassen sich demnach wie folgt beantworten:

1.) Nein, da die Erbschaft in Österreich versteuert wird.

2.) Nein, nur die ggfs. in Deutschland erzielten Kapitalerträge (Zinsen) sind einkommensteuerpflichtig, sofern sie den Betrag von 801,00 € übersteigen.

3.) Nein, vgl. 2.)

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.

Mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann. Im Übrigen ist der Umfang der gegebenen Antwort auch abhängig von der Höhe des ausgelobten Einsatzes.

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