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Erbschaft der Mutter an Sohn übertragen


24.07.2007 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter wird in kürze zusammen mit Ihrem Lebensgefährten (nicht verheiratet) ein Haus - Wert ca. 250.000 € von einer nicht verwandten Person zu jeweils 50% erben. Da Ihr selbst bzgl. der anstehenden Erbschaftssteuer etc. finanziell die Hände gebunden sind, möchte Sie das ganze nach Anerkennung der Erbschaft an mich übergeben.
Falls relevant: Ich selbst habe noch 2 Brüder (1 volljährig/1 minderjährig) sowie 1 Schwester (minderjährig),
diese sollen jedoch nicht involviert sein.

Welche Möglichkeiten gibt es in diesem Fall Ihre 50% an mich zu übergeben/übertragen ?

Vielen Dank !

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Da hier offensichtlich eine Begünstigung in einem Testament eines nicht Verwandten gegeben ist, müsste die Mutter zunächst das Erbe antreten. Dann ist allerdings auch die Erbschaftssteuer fällig. Dies ist nicht zu umgehen.
Es besteht durchaus die Möglichkeit das Erbe auszuschlagen. Dies sollte in Erwägung gezogen werden, sofern eine Prüfung der Belastungen aus der Erbschaft negativ ist (Grundschuld, etc.).

Wie sie dann weiter mit der Eigentumsübertragung an Sie verfährt ist Geschmackssache.
Sie kann Ihnen den Grundstückanteil verkaufen oder auch schenken.

Bei letzter Variante sind

1. Schenkungssteuer und eventuelle Freibeträge,
2. eventuelle Pflichtteilsergänzungsansprüche Ihrer Geschwister im Todesfall (bei Erbfall innerhalb von 10 Jahren ab der Schenkung UND vorliegen eines Pflichtteilsanspruches)
zu berücksichtigen.

Beim Verkauf der Immobilie innerhalb von 10 Jahren ist der Erlös ebenso steuerbar.

Für die Eigentumsübertragung ist die notarielle Beurkundung vorgeschrieben. Bei einem Termin mit dem Notar können Sie die für Sie günstigste Variante besprechen. Hier spielt eine Vielzahl an anderen Faktoren noch eine Rolle, so dass Ihnen hier leider im Rahmen der Onlineberatung nicht der im konkreten Fall günstigste Weg eröffnet werden kann.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2007 | 09:13

Hallo liebe Experten !

In dieser Angelegenheit geht es nun so langsam voran,
das Haus steht kurz vor dem Verkauf. Nun kam unerwartet eine Frage auf welche indirekt mit der obigen Schilderung zu tun hat:
Wie erwähnt hat meine Mutter einen ´neuen´ Lebensgefährten,
lebt seit ca. 15 Jahren getrennt von meinem Vater, allerdings nicht geschieden ! Hat mein Vater also in irgendeiner Weise ein Anrecht auf das geerbte Haus/Geld aufgrund einer noch bestehenden ´Zugewinngemeinschaft´ ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2007 | 12:56

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

sofern die Ehe nicht geschieden ist, besteht nach wie vor (ohne Testament) der Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil.
Liegt aufgrund eines Testamentes eine faktische Enterbung vor, so besteht Anspruch auf den Pflichtteil (die Hälfte des gesetzlichen Erbteils).

Der gesetzliche Erbteil unter Ehegatten beträgt 1/4. Beim gesetzlichen Güterstand (Zugewinngemeinschaft) wird der Zugewinnausgleich durch Erhöhung des Erbteils um ein weiteres 1/4 somit auf insgesamt 1/2 vollzogen.

Demnach Beträgt die Quote des gestzlichen Erbteils des Ehegatten in Zugewinngemeinschaft 1/2, ein etwaiger Pflichtteilsanspruch 1/4.
Wenn keine Gründe für die Aufrechterahltung der EHe bestehen, so könnte Ihre Mutter diese doch scheiden lassen. Damit würde auch der Erbanspruch des Ehegatten entfallen.

MfG

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 07.11.2007 | 13:11

Zur Klarstellung, es handelt sich um den Erbanspruch des Ehegatten auf die Erbmasse sofern Ihre Mutter versterben sollte.

Da ja nun der Verkauf an Sie durchgeführt werden soll, stellt sich allenfalls die Frage im Hinblick auf den Verkauserlös. Zum einen ist der Erwerb von Todeswegen im Hinblick auf die Zugewinngemeinschaft privilegiert. Das Erbe wird dem Anfangsvermögen zugerechnet. (Zugewinn= Anfangsvermögen - Endvermögen)
Der Verkaufserlös ist grundsätzlich als Surogat zu sehen, sofern hier nicht zusätzlich ein Gewinn erwirtschaftet wird. Damit sollte es je nach den genauen Umständen der Erbschaft (Bestimmungen des Erblassers, etc.) bei einer Zurechnung zum Anfangsvermögen der Mutter und damit keiner Erhöhung des Zugewinns verbleiben.
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