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Erbschaft bei privater Insolvenz

25.07.2014 09:56 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Guten Tag !

Meine Frau ist seit 2010 in privater Insolvenz. Anfang diesen Jahres ist ihre Mutter gestorben, die Eltern haben sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt.(Berliner Testament, sie ist Einzelkind). Da es dem Vater gesundheitlich nicht gut ging und er nicht in der Lage war die Bankgeschäfte zu erledigen habe ich die Bestattungskosten "vorgeschossen". Nun ist auch er verstorben. Fragen:
1. Habe ich die Möglichkeit die Bestattungskosten für das Begräbnis meiner Schwiegermutter zurück zu bekommen ? Sämtliche Belege sind natürlich vorhanden.
2. Meines Erachtens muss meine Frau 50% des Erbes an den Treuhänder abgeben, ist dem so ? Darf ich mir dann vorab die "ausgelegten Kosten" vom Konto meines Schwiegervaters abheben (ich habe Bankvollmacht)

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Nach § 295 Absatz 1 Ziffer 2 obliegt es dem Schuldner obliegt, während der Laufzeit der Abtretungserklärung
Vermögen, das er von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erwirbt, zur Hälfte des Wertes an den Treuhänder herauszugeben.

Nach § 295 Absatz Ziffer 3 InsO hat der Schuldner u. a. dem Treuhänder auch die Änderung seiner Vermögensverhältnisse anzuzeigen, das betrifft auch Zuwächse des Vermögens im Zusammenhang mit einem Erbfall.
Bei einem Verstoß gegen diese Obliegenheiten, riskiert der Schuldner, dass die von ihm beantragte Restschuldbefreiung verweigert wird.

Wenn es sich um eine postmortale Bankvollmacht handelt und Ihre Frau als Alleinerbin diese Vollmacht nicht widerruft, können Sie die von Ihnen "ausgelegten Beträge" einziehen.
Achten Sie aber darauf, dass kein Missbrauch in Betracht kommt und die von Ihnen ausgelegten Kosten mit dem Abhebungsbetrag kongruent ist.

Die Bestattungskosten gehören zu den Nachlassverbindlichkeiten. Wenn Sie diese aus Ihrem Vermögen vorgestreckt haben, entsteht für Sie ein Erstattungsanspruch gegenüber dem Nachlass. Diese Nachlassverbindlichkeit ist durch den Erben auszugleichen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

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