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Erbschaft bei Vater

12.10.2018 10:42 |
Preis: 65,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Meine Eltern sind seit 1974 geschieden. Mein Vater hat nach der Scheidung erneut geheiratet. Aus dieser Ehe gibt es keine Kinder, ich bin somit der einzige leibliche Nachkommen. Leider brach der Kontakt immer wieder ab. Seit ca. 20 Jahren wurde der Kontakt von Seiten meines Vaters eingestellt.
Durch Zufall habe ich erfahren, dass mein Vater am 29.07. verstorben ist. Seine zweite Frau hat mir den Besuch der Beerdigung verwehrt. Daraufhin habe ich einen Nachruf in die Zeitung setzen lassen. Dieser erschien am 18.08. in der lokalen Zeitung.
Da ich weiß, dass mein Vater vermögende war hier, nun meine Frage:
- muss ich Nachricht vom Nachlassgericht bekommen?
- kann die zweite Ehefrau Angaben zum Nachlass verweigern?
- selbst mit Testament habe ich einen Pflichtteilanspruch. Wie und wann erfahre ich, ob das Testament geöffnet wurde?
- Wenn ich schriftlich um Auskunft beim Nachlassgericht bitte, gilt die als Annahme des Erbe?
- seit der Veröffentlichung meines Nachrufes sind mehr als sechs Wochen vergangen. Wie ist die rechtliche Situation nun?
- Ich fürchte, dass das Vermögen meines Vaters zu seinen Lebzeiten "verteilt" wurde. Wie ist die Situation hier?
Danke für Ihre Auskunft.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

- muss ich Nachricht vom Nachlassgericht bekommen?

Ja, das müsste es, aber Sie können und sollten jederzeit dort Auskunft bekommen und dort beantragen können - als leiblicher Abkömmling.

- kann die zweite Ehefrau Angaben zum Nachlass verweigern?

Nein, grundsätzlich muss Sie Ihnen Angaben machen, als Erbschaftsbesitzerin aber auch aus anderen Gründen, z. B. im Hinblick auf Ihr Pflichtteilsrecht.

- selbst mit Testament habe ich einen Pflichtteilanspruch. Wie und wann erfahre ich, ob das Testament geöffnet wurde?

S. Frage und Antwort 1 - dafür ist das Nachlassgericht zuständig und eröffnet auch Ihnen als Betroffener solche Sachen schriftlich ohne Termin beim Nachlassgericht.
Zudem werden Sie über die Abläufe usw. informiert werden, Ausschlagungsfristen etc.

- Wenn ich schriftlich um Auskunft beim Nachlassgericht bitte, gilt die als Annahme des Erbe?

Nein, da dieses Ihnen noch nicht als Annahmeerklärung auf schlüssige Art und Weise ausgelegt werden kann, zumal Sie erst einmal Auskunft benötigen für eine Entscheidung, ob Sie das Erbe (sofern ein Erbrecht bestehen sollte) annehmen oder etwa wegen Überschuldung oder aus anderen Gründen ausschlagen.

- seit der Veröffentlichung meines Nachrufes sind mehr als sechs Wochen vergangen. Wie ist die rechtliche Situation nun?

Gibt es ein Testament, laufen Ausschlagungs- und Verjährungsfristen (3 Jahre für Pflichtteilsrecht) grundsätzlich erst ab der Testamentseröffnung; nur bei der Verjährung kann es ganz ausnahmsweise anders sein.

- Ich fürchte, dass das Vermögen meines Vaters zu seinen Lebzeiten "verteilt" wurde. Wie ist die Situation hier?

Richtig, die Frage stellt sich und wäre von Ihnen (oder einem Anwalt) herauszufinden und Ansprüche diesbezüglich geltend zu machen.
Darin können Sie sich ab sofort begeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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