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Erbschaft ablehnen wegen Insolvenz der Erblasser?

15.07.2013 15:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Ausschlagung Erbschaft und Folgen bei verschudeten Erbe

Guten Tag,

ich habe wichtige Fragen bezüglich der Wohnung meiner Mutter, welche momentan noch abbezahlt wird.

Mein Vater musste vor Jahren Privatinsolvenz beantragen. Zudem hat meine Mutter für den Kauf eines Hotelzimmers, welches mein Vater noch abbezahlt, gebürgt.

Meine Fragen sind nun:

1.Wenn meiner Mutter etwas zustoßen sollte, und in diesem Fall ginge ihre Wohnung an meinen Vater, wäre mein Vater berechtigt, die Wohnung als Erbschaft abzulehnen, so dass die Wohnung an mich gehen würde? Oder besteht die Gefahr, dass die Wohnung gepfändet wird?

2.Wenn meinem Vater etwas zustoßen würde, würden die Gläubiger zu meiner Mutter kommen aufgrund ihrer Bürgschaft für das noch abzubezahlende Hotelzimmer? Wäre ihre Eigentumswohnung in diesem Fall gefährdet?

Was ist in beiden Fällen am besten zu tun, damit die Wohnung nicht in die Hände der Gläubiger fällt, sondern an mich geht? Reicht es aus, wenn meine Mutter dies im Testament festlegt oder ist dies nicht notwendig und würde es ausreichen, wenn mein Vater das Erbe ausschlägt?

Wenn ich die Erbschaft der Wohnung meiner Mutter antreten würde, geht die Bürgschaft meiner Mutter dann auch auf mich über und ich müsste die Schulden meines Vaters ( Abzahlung des Hotelzimmers ) begleichen?

Vielen Dank und freundliche Grüße

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

1.Wenn meiner Mutter etwas zustoßen sollte, und in diesem Fall ginge ihre Wohnung an meinen Vater, wäre mein Vater berechtigt, die Wohnung als Erbschaft abzulehnen, so dass die Wohnung an mich gehen würde? Oder besteht die Gefahr, dass die Wohnung gepfändet wird?

Ihr Vater kann nur die Erbschaft insgesamt ausschlagen und nicht nur die Wohnung allein. Zur „Erbschaft" gehört dann auch die Bürgschaft, die auf Sie übergehen würde. Gegebenenfalls ist auch auf der Wohnung noch eine Grundschuld eingetragen, di mit übergeht.

2.Wenn meinem Vater etwas zustoßen würde, würden die Gläubiger zu meiner Mutter kommen aufgrund ihrer Bürgschaft für das noch abzubezahlende Hotelzimmer? Wäre ihre Eigentumswohnung in diesem Fall gefährdet?

Voraussichtlich ja und bzw. würden die Erben in die Ratenzahlung eintreten und wenn diese nicht bedient wird, dann würde die Bürgschaft relevant werden und wenn kein weiteres Vermögen vorhanden ist, dann ist es naheliegend, dass die Wohnung gepfändet bzw. im Wege der Zwangsversteigerung verwertete wird.

Was ist in beiden Fällen am besten zu tun, damit die Wohnung nicht in die Hände der Gläubiger fällt, sondern an mich geht? Reicht es aus, wenn meine Mutter dies im Testament festlegt oder ist dies nicht notwendig und würde es ausreichen, wenn mein Vater das Erbe ausschlägt?

Eine testamentarische Regelung ist vorzuziehen. Beachten Sie aber evtl. Grundschulden und insbesondere, ob für die Bürgschaft evtl. eine Grundschuld eingetragen ist. Diese bleiben bestehen. Eine Übertragung zu Lebzeiten mit Wohnrecht wäre eine alternative Lösung.


Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info

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