Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbschaft - Zugewinn

23.02.2016 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Erbschaft als Zugewinn?

"Meine Frau hat kurz vor der Trennung einen großen Betrag geerbt. Davon bekomme ich die Hälfte, wir leben schließlich in Zugewinngemeinschaft." Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass alles, was sich während der Ehe an Vermögen ansammelt, im Falle der Scheidung geteilt wird.

Richtig ist:

Erbschaften und Schenkungen zählen nicht zu dem Vermögen, welches die Eheleute durch gemeinsames Tun in der Ehe erwirtschaftet haben. Deshalb hat das Gesetz diese Werte "privilegiert", d. h. dem Zugewinnausgleich entzogen. Der andere Ehepartner bekommt davon nichts ab.

Aber:

In den Zugewinnausgleich fällt der Mehrwert, den die Erbschaft oder Schenkung seit dem Erhalt erfahren hat. Hatte z. B. ein geerbtes Haus zum Zeitpunkt der Erbschaft einen Wert von € 200.00,00 und ist bei Scheidung € 250.000,00 wert, so fallen € 50.000,00 in die Zugewinnbilanz.




Meine Frage lautet dahingehend.
Mal angenommen ich bekomme 300.000 € durch eine Erbschaft.
Ich zahle mit dem Erbschaftsgeld das gemeinsame Haus von mir und meiner Frau damit ab und wir lassen uns scheiden?

Hat meine Frau dann ein Anrecht auf die Hälfte des Hauses, obwohl ich dies alleine mit meinem Erbschaftsgeld abbezahlt habe?


LG WIEN

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da Sie den geerbten Betrag zum Abzahlen des GEMEINSAMEN Hauses verwenden wollen, Ihre Ehefrau also als hälftige Miteigentümerin im Grundbuch eingetragen ist, hat sie allein schon deshalb einen Anspruch auf das halbe Haus. In diesem Fall kann die Verwendung der Erbschaft ggf. aber auch als ehebedingte Zuwendung oder Schenkung angesehen werden.

Im Hinblick auf eine etwaige Vereinbarung im Hinblick auf den Zugewinn und die Geltendmachung von Rückzahlungsansprüchen im Scheidungsfall, rate ich Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung und Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2016 | 11:21

Eine Nachfrage bitte:
Ich habe mit meinem Bruder ein Haus geerbt. Mein Bruder zahlt mich mit 300.000 € aus.
Ich erhalte sodann das Geld.
Meine Frau lässt sich scheiden.
Hat Sie ein Anrecht auf das Geld?

LG Wien

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2016 | 14:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

Erbschaften (und das betrifft auch die Zahlungen inflge der Auseinandesetzung der Erbengemeinschaft) sind gemäß § 1374 Abs. 2 BGB vom Zugewinn ausgenommen und werden dem Anfangsvermögen hinzugerechnet. Insofern scheidet ein Anspruch also aus.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69593 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden mit der Beratung. Die Antworten kamen sehr zügig und waren sehr verständlich. Es wurde sehr gut auf die Fragen eingegangen. Ich kann Herrn Schröter basierend auf meiner Erfahrung uneingeschränkt weiterempfehlen. ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die Beratung ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Ich habe eine schnelle, hilfreiche Antwort erhalten. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER