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Erbschaft - Wer bekommt was?


09.09.2013 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Also meine Eltern haben sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt. Uns 2 Kinder als Schlußerben. Meine Eltern lebten im Stand der Zugewinngemeinschaft
Entsprechend ist die normale erbfolge unterbrochen und mir steht ein achtel als Pfkichtteil zu.
jetzt die frage wovon ein achtel? men vater starb. es gab eine immobilie Wert 168.000 bekomme ich hiervon ein achtel oder wird dieser wert halbiert und ich bekomme ein achtel von 84000?!
Sähe es bei einer Gütergemeinschaft anders aus?"(Kurz und knappe antwort auf die 2 frage)

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich auf der Grundlage der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt:

Die Pflichtteilsquote von einem Achtel wird aus dem gesamten Nachlass (Summe aller Vermögenswerte, bei einer Immobilie zählt der Verkehrswert) abzüglich aller Nachlassverbindlichkeiten (Beerdigungskosten, Schulden des Erblassers etc.) berechnet.
Sie haben einen Anspruch auf Auskunft gegen die Erbin (Ihre Mutter), so dass Ihre Mutter Sie über den Bestand des Nachlasses (Aktiva und Passiva) informieren muss.
Zum Nachlass gehören jedoch nur die Vermögenswerte Ihres Vaters. Wenn den Eltern die Immobilie gemeinsam (je hälftig) gehörte, dann fällt in den Nachlass nur der hälftige Wert der Immobilie. Sie sollten in diesem Fall nachprüfen, wer im Grundbuch steht.

Außerdem haben Sie einen Anspruch auf Auskunft darüber, ob Ihr Vater Ihrer Mutter während der gesamten Ehe Schenkungen gemacht hat und ob er anderen Personen während seiner letzten 10 Lebensjahre Schenkungen gemacht hat. Möglicherweise könnte Ihnen dann ein Pflichtteilsergänzungsanspruch zustehen.

Bei der Gütergemeinschaft wäre Ihr Pflichtteil höher, da der gesetzliche Erbteil der Mutter geringer wäre. Die gesetzliche Erbfolge sieht wie folgt aus: Die Mutter erhält ein Erbteil von einem Viertel. Ein weiteres Viertel erhält sie als pauschalierten Zugewinnausgleich, den Rest teilen sich die Kinder. Im Falle der Gütergemeinschaft erhielte die Mutter das o.g. Zugewinnviertel nicht, so dass der Anteil der Kinder entsprechend höher wäre.

Bevor Sie den Pflichtteil von Ihrer Mutter verlangen, prüfen Sie bitte, ob sich im Testament eine Pflichtteilsstrafklausel findet. Oft wird nämlich verfügt, dass ein Kind, das beim Tod des Erstversterbenden den Pflichtteil verlangt, dann auch beim Tod des Letztversterbenden nur den Pflichtteil erhalten soll. Falls eine solche Klausel existiert, sollten Sie abwägen, ob die jetzige Aussicht auf den Pflichtteil besser ist, als die (evtl. ungewisse) Aussicht auf das spätere Erbe Ihrer Mutter.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten. Im Bedarfsfall steht Ihnen meine Kanzlei im Rahmen einer Mandatserteilung für weitere Tätigkeit auch gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2013 | 07:44

mit der er-und ablebensversicherung meines Vaters zahlte er zu Lebzeiten die immobilie mit ab. Ist dies ausgleichsfhig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2013 | 10:56

Sehr geehrter Fragesteller,

das läßt sich nicht so einfach beantworten. Es kommt darauf an, ob man dies als Schenkung sehen kann. Man müsste zunächst klären, wem die Immobilie gehört, wer was an Anfangskaptital eingebracht hat, wie die Immobilie finanziert war und wer die Raten und Tilgungen getragen hat. Erst dann wird man diese Zahlungen des Vaters rechtlich einordnen können. Soweit man das als Zuwendung des Vaters an die Mutter sehen kann, wäre es evtl. anrechenbar.
Ich empfehle Ihnen, zunächst die Mutter zur Auskunftserteilung aufzufordern und dann diese Auskünfte gegebenfalls durch einen Anwalt auswerten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin


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