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Erbschaft / Verkauf einer Wohnung an Angehörige

08.09.2021 22:03 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Schönen guten Tag,

Ehefrau und Ehemann lebten seit den 60ern in ehelicher Zugewinngemeinschaft. Während der Ehe wurde ca 1980 eine Wohnung gemeinsam erworben und seitdem vermietet. Kaufpreis damals 400DM / 200t€. Beide Ehepartner waren zu 50% im Grundbuch eingetragen.

Nach Ableben des Mannes 2015 wurde durch die Ehefrau das Erbe des Mannes ausgeschlagen, das Erbe des Mannes ging komplett an den gemeinsamen Sohn (Einzelkind, Alleinerbe). Die Erbschaft besteht ausschliesslich aus dem Wohnungsanteil, es gibt keine weiteren relevanten Werte.

Dadurch wurde der hälftige Besitzanteil (des Mannes) der Wohnung an den Sohn übertragen.
Wert des Anteils nach wie vor ca. 100t€.

Dieser 50%ige Anteil wurde 2018 durch den Sohn wieder für 100t€ an die Mutter verkauft, wodurch diese alleinige Eigentümerin der Wohnung wurde.

Kurze Zeit später zieht die Mutter in eine andere Stadt und die Wohnung steht seit diesem Zeitpunkt leer.

Da die Mutter sich aufgrund der Distanz / Alter nicht mehr um die Vermietung kümmern kann, möchte sie diese Wohnung nun dem Sohn schenken, da er sie später eh erben würde. Wert der Wohnung nach wie vor ca. 200t€

Folgende Fragen dazu:

Fällt nun bei der Schenkung der Wohnung an den Sohn Schenkungssteuer an?
Fällt nun bei der Schenkung der Wohnung an den Sohn Grunderwerbssteuer an?
Fällt für die Schenkung an den Sohn Spekulationssteuer an (wenn ja auf welchen Anteil in welcher Höhe)?

VIelen Dank

08.09.2021 | 22:33

Antwort

von


(34)
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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen möchte ich nachfolgend gerne die von Ihnen gestellte Anfrage beantworten.

Beachten Sie jedoch bitte, dass im Einzelfall weitergehende Informationen für eine fundiertere Einschätzung der Rechtslage erforderlich sein können und dass das Fehlen relevanter Informationen dazu führen kann, dass die Einschätzung unter Berücksichtigung solcher Informationen eine andere sein könnte. Auch kann diese Einschätzung in vielen Fällen ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Die Rechtslage stellt sich hier wie folgt dar:

1) Schenkungsteuer

Die unentgeltliche Übertragung an den Sohn ist rechtlich eine Schenkung und fällt unter das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz. Allerdings beträgt der Freibetrag gemäß § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG 400.000,00 EUR und ist hier bei weitem nicht ausgeschöpft. Im Ergebnis fällt daher keine Schenkungsteuer an. Auch sollte keine Anzeigepflicht durch Sie bestehen, § 30 Abs. 3 S. 2 ErbStG.

2) Grunderwerbsteuer

Wegen § 3 Nr. 2 GrEstG fällt keine Grunderwerbsteuer an.

3) Spekulationssteuer

Einkommensteuer (in der Ausgestaltung der sog. Spekulationssteuer) fällt schon deswegen nicht an, weil keine Wertsteigerung und damit kein Einkommen der Übergeberin vorliegt. Im Gegenteil - der Gegenstand soll ja unentgeltlich verschenkt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen bestmöglich geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Lenz

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