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Erbschaft / Scheidungsfolgevereinbahrung


| 11.09.2015 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Eine Erbschaft, die ein Ehegatte während der Ehezeit erlangt, ist dem Zugewinnausgleich nicht zugänglich. Eine Erbschaft stellt einen sogenannten privilegierten Vermögenserwerb dar, der nach § 1374 Abs. 2 BGB als Anfangsvermögen gilt.


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau und ich haben uns im April 2011 getrennt, lebten aber noch in der gemeinsamen Wohnung, meine Frau teilweise bei ihrem neuen Partner
Im Juli 2012 bin ich ausgezogen und lebten seither also in getrennten Wohnungen.
Im September 2014 haben wir eine Scheidungsfolgevereinbahrung geschlossen, bei der alle Ansprüche gegenseitig ausgeschlossen worden sind.
Bis zur Scheidungsfolgevereinbahrung lebten wir in der Zugewinngemeinschaft.

Meine Frau hat in dem Zeitraum ab 2011 (nach der Trennung) bis ca. Anfang 2014 eine Erbschaft erhalten, von der ich nichts wußte.
Das genaue Datum kenn ich nicht.
Die Scheidungsvereinbahrung habe ich also unterschrieben, in dem Glauben, dass meine Frau keine größeren Vermögenswerte besitzt. Beim Notartermin wurde davon auch nichts erwähnt.

Frage: Habe ich einen Anspruch auf einen Teil der Erbschaft, da ich ja in dem Glauben die Vereinbahrung unterschrieben habe, das keine Vermögenswerte vorhanden sind?
Liegt ein Fall von Betrug vor?

Vielen Dank für die Antwort.
11.09.2015 | 18:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Erbschaft, die ein Ehegatte während der Ehezeit erlangt, ist dem Zugewinnausgleich nicht zugänglich. Eine Erbschaft stellt einen sogenannten privilegierten Vermögenserwerb dar, der nach § 1374 Abs. 2 BGB als Anfangsvermögen gilt.

Hieraus folgt, dass diesbezüglich kein Anspruch des anderen Ehegatten besteht.

Sie haben also keinen anteiligen Anspruch an der Erbschaft.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 13.09.2015 | 10:57


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