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Erbschaft Haus

29.04.2018 08:45 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Ich werde von einer nicht verwandten Person nach ihrem Ableben ein grösseres bisher eigengenutztes Haus erben. Hier habe ich zur steuerlichen Handhabung Fragen:

- Wie wird im Erbfall der Wert des Objekts festgelegt und welche Steuer fällt darauf an?
- Wie kann man diesen Prozess u.U. steuerlich optimieren? (Wert mindern? "Kauf" zu Lebzeiten?)
- Fallen nach dem Erbübergang erneut Steuern an, wenn ich dieses Objekt danach zeitnah weiterverkaufe?

Herzlichen Dank für ihre Erläuterung.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Grundlage für die Besteuerung ist der Verkehrswert der Immobilie. D.h. Der Wert der bei einem Verkauf erzielt werden könnte. Dies kann durch ein Gutachten festgestellt werden.

Als Erbe müssen Sie Erbschaftsteuer bezahlen. Nach Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass weder verwandt, verschwägert oder Geschiedener oder Lebenspartner noch ehemaliger Lebenspartner sind. Dann fallen Sie in die Steuerklasse 3 mit einem Steuersatz von 30% bis zu einem Wert von 6 Millionen Euro.

Dabei ist bei Ihnen ein Freibetrag von 20.000,00 EUR zu berücksichtigen.

Sie können die Immobilie bereits jetzt (vor dem Erbfall) kaufen, dann fallen keine Erbschafts- oder Schenkungssteuern an. Entspricht der Kaufpreis nicht dem Marktwert kann Schenkungssteuer für den Differenzbetrag anfallen. Die Sätze sind die gleichen wie bei der Erbschaftsteuer.

Freibeträge der Schenkungssteuer können alle 10 Jahre erneut ausgeschöpft werden. D.h. eine sukzessive Schenkung ohne Anfall von Steuern ist grundsätzlich möglich. Der steuerliche Vorteil kann aber von den Kosten der Schenkung (Notar etc.) zum Teil gemindert werden.

Bei Weiterverkauf der Immobilie fallen Grunderwerbssteuern an. Spekulationsteuern nur dann, wenn diese nach den allgemeinen Regeln anfallen würden. Die Erbschaft selbst verändert nicht die Spekulationsfrist. D.h. ohne Kenntnis des Vorerwerbs durch den Erblasser kann hinsichtlich der Spekulationssteuer keine Angabe gemacht werden. Einkommensteuern fallen idR bei einem privaten Verkauf einer Immobilie nicht an.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 01.05.2018 | 02:43

Sehr geehrter Herr Bordasch!

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Noch eine kurze Rückfrage:

Das für die Erbschaftssteuer verantwortliche Gutachten kann ich selbst durch einen staatlich vereidigten Gutachter erstellen lassen?
Und bei der Spekulationssteuer im Falle eines Weiterverkaufs habe ich Sie richtig verstanden, dass nicht der Eigentumsübergang auf mich als Frist zählt, sondern die ursprüngliche Herstellung/Kauf des Erblassers? Wenn es also z.B. ein Haus von 1970 ist kann in der Regel keine Spekulationssteuer anfallen?

Freundliche Grüße
SF

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.05.2018 | 12:22

Sehr geehrter Fragesteller,

bei der Erbschaftssteuermeldung geben Sie zunächst nur den Wert an, den nach Ihrer Einschätzung die Immobilie hat. Ein Gutachten wird erst dann notwendig, wenn mit dem Finanzamt keine einheitliche Bewertung gefunden werden kann.

Wenn Sie Eigentümer durch Erbschaft werden, ist der Stichtag für die Berechnung der Spekulationsteuerfrist der Erwerb des Erblassers. Sollten Sie, wie von Ihnen angedeutet, die Immobilie ganz oder zum Teil vorher erwerben, gilt natürlich Ihr Erwerb als Fristbeginn. D.h. wenn Sie die Immobilie erben und der Erblasser hat das Grundstück 1970 erworben, fällt keine Spekulationsteuer an.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -


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