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Erbschaft Ehepaar 48 Jahre verheiratet, kinderlos,

| 10.08.2020 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


12:26

Wir Ehepaar, 48 Jahre verheiratet, keine Kinder, aber Geschwister mit Nichten und Neffen. Familie nicht zerstritten, wollen keine Erbschaft, da vermögend.
Wir, kein Ehevertrag, im Falle des Ablebens eines Partners erbt automatisch der Ehepartner komplett?


10.08.2020 | 12:37

Antwort

von


(1778)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es kommt in der Tat darauf, welcher Güterstand besteht (hier der gesetzliche der Zugewinngemeinschaft) und welche Verwandten bei Versterben des ersten Ehegatten noch leben bzw. ein Testament/Erbvertrag vorliegt oder nicht.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1931 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten

"(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist

- neben Verwandten der ersten Ordnung [Abkömmlinge des Erblassers] zu einem Viertel,
- neben Verwandten der zweiten Ordnung [Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.]
- oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe [= ohne Testament/Erbvertrag] berufen.

Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.

(2) Sind weder Verwandte der ersten oder der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.

(3) Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt."

Zu Letzterer:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1371 Zugewinnausgleich im Todesfall
"(1) Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben. [...]."

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 11.08.2020 | 10:29

Guten Morgen Herr Rechtsanwalt,
für Laien ist die Antwort schwer verständlich.
Es gibt auf beiden Seiten keine Eltern mehr, nur eine Schwester meiner Frau mit volljährigem Kind.
Die Frage, beim Ableben meiner Frau oder mir, wird die Schwester meiner Frau einen Teil erben und das ein Testament notwendig ist, nur uns gegenseitig zu beerben?

Vielen Dank für Ihre Info.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.08.2020 | 12:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen wie folgt beantworten:

Entschuldigen Sie, ich wollte es natürlich auch nicht zu kompliziert machen und erläutere das gerne noch einmal.

Neben Verwandten der zweiten Ordnung erbt der Ehegatte die Hälfte, wobei ebenfalls § 1931 Absatz 3 BGB zu beachten ist, wonach sich die Hälfte um ein Viertel noch erhöht (Zugewinnausgleich im Todesfall).

Es bleibt auch dann bei der Hälfte, wenn beide Eltern des Erblassers vorverstorben sind und selbst nur einseitige Abkömmlinge eines Elternteils als Erben der zweiten Ordnung zum Zuge kommen, vgl.
OLG Celle, Beschluss vom 27.09.2002 – 6 W 116/02 :

Die Schwester würde also erben, 25 %.

Deswegen braucht man schon ein Testament, diese um diese 25 % für die Schwester auszuschließen, sie also insoweit zu enterben. Das bleibt auch ohne Folgen, da es nur für Ehegatten, Kinder und Eltern ein Pflichtteilsrecht gibt, nicht aber für die Seitenlinien, also für die Geschwister.

Es würde also reichen, wenn man sich eigenhändig (handschriftlich und handschriftlich unterzeichnet) zum jeweiligen Alleinerben des anderen Ehegatten einsetzt, im Rahmen eines Testamentes.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 11.08.2020 | 14:29

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