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Erbschaft / DP

23.07.2018 11:03 |
Preis: 55,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Erbschein und dessen Notwendigkeit; Auseinandersetzung zwischen Miterben

Guten Morgen,

folgende Situation. Mein Onkel ist letztes Jahr verstorben. Jetzt endlich (nach langen Recherchen) hat das Nachlassgericht seine Ehefrau und mich (als sein Neffe) als Erben benannt.
Aktuell habe ich vom Nachlassgericht ein Anschreiben bekommen wonach ich sagen muss ob ich einen Erbschein beantrage. Die Ehefrau meines verstorbenen Onkels ist mir nicht sonderlich gut gesinnt und von ihr bekomme ich keinerlei Auskünfte. Soweit ich informiert bin hat mein Onkel Bankbestände von ca. 50 TEUR sowie eine Firma (e.K.) hinterlassen. Nun meine Fragen:
a.) muss ich den Erbschein beantragen ? Stelle ich mich irgendwo schlechter wenn ich ihn nicht beantrage
b.) bei meinem Telefonat mit dem Nachlassgericht teilten die mir auf meine Frage wie ich denn jetzt an das Erbe komme, mit das ich mich jetzt mit der Witwe meines Onkels auseinandersetzen muss. Die vom Nachlassgericht sagten mir das sie nur die Erbenermittlung machen und das jetzt nahezu beendet ist. Wie muss ich nun weiter vorgehen um an mein rechtmässiges Erbe zu kommen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mfg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Der Erbschein ist jedenfalls der sicherste Nachweis, dass man Erbe geworden ist, vergleichbar mit einem Grundbucheintrag.

Man muss ihn aber nicht beantragen, sollte es aber tun, wenn kein Testament oder Erbvertrag vorliegt, weil letztere sowieso schon von Amts wegen eröffnet werden.

Ich nehme an, dass hier keine solche Verfügung von Todes wegen (Erbvertrag/Testament) vorliegt, so dass es besser wäre, einen Erbschein zu beantragen, lautend auf Ihren Anteil als Miterben.

Das kostest zwar eine Gebühr, macht aber alles sehr viel einfacher in der Praxis bei Banken und Versicherungen etc.

So bekommen Sie auch Auskünfte.

2.
Zur Erbauseinandersetzung:
Der Miterbe hat eine Anspruch auf Auseinandersetzung gegenüber den anderen Miterben, wobei es da verschiedene Lösungen gibt - meistens schließt man da einen Vertrag zusammen. Es kann also jederzeit die Auseinandersetzung verlangt werden, notfalls auch per Klage.

Für die Miterben innerhalb der Erbengemeinschaft gelten folgende Grundsätze:

Jeder Miterbe kann nur über seinen Anteil an dem gesamten Nachlass verfügen. Über seinen Anteil an den einzelnen Nachlassgegenständen kann ein Miterbe nicht verfügen, auch nicht über einzelne Nachlassgegenstände als solche.

Die Erben können über einen Nachlassgegenstand nur gemeinschaftlich verfügen.
Die gemeinschaftliche Verwaltung bis zur Auseinandersetzung funktioniert sehr ähnlich wie bei Miteigentümern, also insbesondere durch Mehrheitsbeschluss.

Bei der Auseinandersetzung ist gegebenenfalls ein Ausgleich zwischen den Miterben auszuführen, wenn Sie vorab etwas vom Erblasser erhalten haben. Der Erblasser kann dazu etwas im Testament/Erbvertrag erwähnen, insbesondere bei einer Schenkung/Ausstattung (an einen Abkömmling z.B., zur allgemeinen Lebensführung oder den Beruf) an einen Miterben.

Jeder Miterbe ist verpflichtet, den übrigen Erben auf Verlangen Auskunft über die Zuwendungen zu erteilen, die er zur Ausgleichung zu erbringen hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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