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Erbschaft / Ausschlagung / Verhalten

16.05.2011 07:15 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Folgender Fall:

Die Mutter ist gestorben und hinerlässt (anscheinend) Schulden. Wie wirkt sich die Ausschlagung auf das Erbe aus, wenn nun die Großmutter stirbt?

Des weiteren ist mir nur der Tod der Mutter bekannt. Nach meiner (heutigen) Kenntnis ist das Notariat zuständig die Erben zu benachrichtigen. Bislang erhielt ich keine Benachrichtigung. Durch ein gestrigen Telefonanruf wurde mir mitgeteilt, daß die sechs Wochen frist für die Ausschlagung heute abläuft.

Wie soll man sich nun verhalten? Wie erfährt man mehr zum Thema Verschuldung oder nicht? Was mach Sinn? Wie verzichtet man auf das Erbe der Mutter aber nicht auf das Erbe der Großmutter?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Fragen wie folgt ein:

§ 1944 BGB regelt die Frist zur Ausschlagung der Erbschaft. Nach Absatz 1 beträgt die Frist 6 Wochen.

Absatz 2 normiert, dass der Beginn der Frist mit Kenntnis des Erben über den Erbfall einsetzt.

Dies ist bei Kindern grundsätzlich dann der Fall, wenn diese erfahren, dass ein Elternteil verstorben ist. Hierbei kommt es nicht auf die Mitteilung des Notariats an, sondern darauf, wann Sie selbst vom Tod Ihrer Mutter erfahren haben.

Wenn der Nachlass Ihrer Mutter verschuldet ist, wäre es tatsächlich die einfachste Lösung das Erbe auszuschlagen. Sie müssen hierzu beim Nachlassgericht am Wohnsitz Ihrer Mutter die Ausschlagung gegenüber der Geschäftsstelle erklären.

Ob der Nachlass überschuldet ist, wird sich in der Kürze der verbleibenden Zeit zur Ausschlagung der Erbschaft nicht abschließend klären lassen. Sie hätten hier als Erbe Auskunftsansprüche gegenüber dem Erbschaftsbesitzer, also derjenigen Person, die derzeit über alle notwendigen Unterlagen Ihrer Mutter verfügt.

Wenn Sie eigene Kinder haben und selbst das Erbe nach Ihrer Mutter ausschlagen, müssten dann Ihre Kinder allerdings ebenfalls das Erbe ausschlagen, weil diese dann an Ihre Stelle in der Erbfolge treten.

Haben alle Abkömmlinge der Mutter, also Kinder und Enkel das Erbe ausgeschlagen, würde dann die Großmutter Erbin nach Ihrer Mutter und müsste bei Überschuldung des Nachlasses ebenfalls eine Erbausschlagung vornehmen.

Wenn Sie das Erbe nach Ihrer Mutter ausschlagen, so tangiert das allerdings nicht Ihre Erbansprüche nach Ihrer Großmutter. Bei Versterben der Großmutter würden die Kinder Ihrer Mutter an deren Stelle in der Erbfolge treten.

Sie können also das Erbe nach Ihrer Mutter ausschlagen und dann dennoch Erbe nach Ihrer Großmutter werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

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