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Erbrechtliche Verfügungen

| 03.10.2018 01:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Die Verfügung des Erblassers über die Testamentsvollstreckung und wie die Erbmasse den Erben zu übergeben ist, kann die zum Todeszeitpunkt gegebene Steuerlage nicht verändern. Die Immobilien werden auch jetzt noch nach den normalen Vorschriften für Immobilien bewertet.

Ein Erblasser verfügte per erbrechtlicher Verfügung nebst Testamentsvollstreckerauftrag, dass dessen sich im Privatnachlass befindlichen Immobilen nach seinem Tode in eine zu 100% dem Erblasser gehörende GmbH eingebracht werden mögen, wonach dann erst die Anteile an dieser GmbH an die Erben verteilt werden sollen. Ist der erste Schritt (und zwar die vom Erblasser angestoßene Einbringung der Immobilen aus dem Privatnachlass in das Betriebsvermögen der GmbH) Erbschaftssteuerneutral?

Die Erbschaftsteuer für die Immobilien (Privatvermögen, kein Sonderbetriebsvermögen) bestimmen sich nach den allgemeinen Bewertungsvorschriften für Immobilien (§§ 176 ff. BewG). Also nicht nach den Bewertungsvorschriften für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften (§§ 199 BewG). Auch greift nicht die Möglichkeit der Steuerbefreiung für Betreibsvermögen (§ 13a ErbStG). Denn entscheidend ist, was mit den Immobilien zum Todeszeitpunkt (§§ 11 i.V.m. 9 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) war.

Wenn jetzt nach dem Tod etwas umgestaltet wird, ist das irrelevant! Das heißt für die Immobilien ist trotz der testamentarischen Verfügung ganz normal Erbschaftsteuer zu zahlen.

Die Regelung ist nicht geschaffen worden, um die Steuern zu senken oder zu vermeiden. Vielmehr soll hierdurch verhindert werden, dass das Haus verkauft werden muss, wenn einer der Erben aus der Reihe tanzen sollte. Auch ist es mit den mehreren Erben zukünftig einfacher, dass Haus zu verwalten und Beschlüsse mehrheitlich zu treffen.

Bewertung des Fragestellers 03.10.2018 | 12:37

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