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Erbrecht zwischen Spanien (Kanarischen Inseln-Teneriffa) und Deutschland.

| 30.03.2009 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,
ich bin Deutscher, habe einen deutschen Reisepass mit Wohnsitz in Spanien (Kanarische Inseln). Ebenfalls habe ich die spanische Residenzia und arbeite hier.
Meine Eltern wohnen in Deutschland. Meine Mutter ist im Dez. verstorben. Mein Vater ist Alleinerbe. Er lebt schwerst pflegebedürftig in einem Pflegeheim. Meine Schwester und ich sind vom Amtsgericht als Betreuer eingesetzt.
Meine Fragen:
Im Todesfall meines Vaters erben ich und meine Schwester sowie die Enkel. (Ich bin der einzige in Spanien Lebende.) Mein Anteil würden Immobilien Wert ca. 90.000,- € und Bargeld ca. 60.000,- € sein.
In welchem Land wird die Erbschaftssteuer erhoben?
Kommt es zu einer Doppelbesteuerung?
Die einzelnen Provinzen Spaniens haben unterschiedliche Gesetze des Erbrechts. In meinem Fall die Kanarischen Inseln-Teneriffa.
Wie hoch wären diese Erbschaftssteuern jeweils?
Wäre es von Vorteil, aus erbschaftssteuerlichen Gründen, im Falls des Todes meines Vaters, in Deutschland vorübergehend einen Wohnsitz anzumelden?
Wie lange muss ich vor und nach dem Erbschaftsfall als wohnhaft angemeldet gewesen sein?
Kann ich zwei Wohnsitze haben, oder muss ich den spanischen Wohnsitz dann aufgeben?
Laut Testament wurden alle Enkel auch berücksichtigt. Ist mein kürzlich adoptierter Sohn (Kind meiner Ehefrau) gesetzlich als Enkel gleichberechtigt?
Vielen Dank im Voraus.
31.03.2009 | 17:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

im Hinbilck auf die von Ihnen mitgeteilten Daten erhalten Sie eine Auskunft auf Ihre Fragen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Komplexität hier nur eine erste Auskunft erteilt werden kann und diese auch nur unter dem Vorbhalt, dass die von Ihnen geschildeten Angaben vollständig und richtig sind.

Da Ihr Einsatz auch recht gering ist, erlaube ich mir nur sehr kurz auf Ihre Fragen einzugehen und zum Teil Hinweise auf weitergehende Informationen zu erteilen.

Nach Ihren Angaben sind Sie Deutscher. Mangels anderer Angaben gehe ich davon aus, dass auch Ihre Eltern Deutsche sind. Damit findet das deutsche Erbrecht wie auch das Steuerrecht Anwendung.
Soweit kein Erbvertrag oder ander Testament vorliegt, erben Sie und Ihre Geschwister als gesetzliche Erben das Vermögen Ihres Vaters als Erben der 1. Ordnung. Die Enkelkinder sind solange von der Erbfolge ausgeschlossen, solange deren Eltern noch leben.
Steuerlich wären Sie Erben der Steuerklasse 1.
Details zu den Freibeträgen und den Prozentsatz der Erbschaftssteuer können Sie der Homepage www.erbrecht-ratgeber.de entnehmen.

Sollten Ihre Eltern die spanische Staatsbürgerschaft besitzen und nur in Deutschland leben bzw. gelebt haben, dann würde der Fall anders liegen. Dann käme spanisches Erbschaftststeerrecht zur Anwendung.

Im Ergebnis stellt man nach deutschem wie auch nach spanischem Recht auf die Nationalität des Erblassers ab. Folglich ist die Erbshaftssteuer auch im "Heimatland" zu erbringen. Eine Doppelversteuerung findet damit nicht statt.

Eine Grundinformation zum Steuersatz und den Freibeträgen in Spanien können Sie unter http://www.wf-kanzlei.de/wf-info/artikel/spanisches-erbrecht/berechnung-spanische-erbschaftssteuer.html erhalten.

Im Ergebnis macht es daher für Sie keinen erbschaftsteuerlichen Unterschied, ob Sie Ihren festen Wohnsitz in Deutschland oder Spanien haben.

Bezügliches Ihres adoptierten Sohnes steht dieser erbrechtlich den leiblichen Kindern im deutschen Recht gleich. Ich gehe davon aus, dass bei Rechtskraft der Adoption gleiches auch in Spanien gelten würde.

Ich hoffe Ihnen eine angemessene Auskunft erteilt zu haben. Soweit Sie noch Fragen haben stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne Glahn, Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 05.04.2009 | 13:07

Sehr geehrte Frau Glahn,
vielen Dank für Ihre Antworten. Es stimmt, dass meine Eltern Deutsche sind und auch dort wohnen.
Nach Ihren Ausführungen würde mir somit ein Freibetrag als Sohn bis 400.000€ zustehen, trotz Wohnsitz in Spanien?
Gerne werde ich mich direkt an Sie wenden, wenn ich für den gegebenen Fall einen Rechtsbeistand benötige.
Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2009 | 12:19

Sehr geehrter Fragensteller,

da Ihre Eltern Deutsche sind, kommt deutsches Erbrecht und Steuerrecht zu Anwendung. Ich gehe nicht davon aus, dass Ihre Eltern eine doppelte Staatsbürgerschaft besaßen.
Gerne stehe ich Ihnen auch zukünftig zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Glahn

Bewertung des Fragestellers 07.04.2009 | 18:02

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